SPÖ und ÖVP hoffen auf Bürgermeister-Stichwahl

7. Februar 2008, 11:09
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ÖVP-Landesparteichef Steindl freut sich über acht neue Bürgermeister - Hohe Wahlbeteiligung

Eisenstadt - Das Endergebnis der Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen ließ am Sonntagabend im Burgenland auf sich warten. Gegen 19.30 Uhr waren 167 der 170 Gemeinden ausgezählt. Die SPÖ kam demnach auf 47,92 Prozent, die ÖVP auf 42,89, FPÖ auf 2,88, die Grünen auf 1,37, die Plattform Freie Bürgerliste auf 1,91 Prozent und sonstige Bürgerlisten auf 3,03 Prozent.

Ergebnis erst in zwei Wochen

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) sah die Ziele der SPÖ, wenn auch nur mit einem "dünnen Plus", erreicht. Abstürze in manchen Gemeinden bezeichnete er in einem Interview mit dem ORF Burgenland als "lokales Ereignis". Niessl gab zu bedenken, dass das endgültige Ergebnis der Bürgermeisterwahl erst in zwei Wochen nach der Stichwahl in manchen Ortschaften vorliegen werde. "Die Möglichkeit besteht, dass die Sozialdemokraten bei der Stichwahl zusätzliche Bürgermeister gewinnen, das wollen wir auch", so der Landesparteichef bereits am Nachmittag gegenüber der APA. Die SPÖ habe mit 94 Ortschefs ein historisches Hoch gehabt, "wir wollen dieses Ziel auch durch die Stichwahl in 14 Tagen erreichen."

"Deutliches Signal"

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP) freute sich über acht neue ÖVP-Bürgermeister. "In acht Gemeinden den Bürgermeister zu gewinnen, ist ein deutliches Signal", so Steindl. "Wir werden weiterhin auf unserer Linie bleiben und uns im Land als Ideenbringer und Korrektiv positionieren." Die SPÖ habe eine "Denkzettelwahl" propagiert, "dieser Schuss ging nach hinten los", erklärte der ÖVP-Landesparteichef. "Das Ausgrenzen und Drüberfahren wird nicht honoriert." Auch er zeigte sich davon überzeugt, dass die ÖVP bei der Stichwahl in 14 Tagen "garantiert" noch zulegen werde.

Rauter: "Erfreut"

Der Sprecher der Plattform Freie Bürgerlisten (FBL), Wolfgang Rauter, zeigte sich über die vier Mandate in seiner Heimatgemeinde Großhöflein erfreut. Dass er nicht in die Bürgermeister-Stichwahl kam, sei zwar etwas schade, aber enttäuscht sei er nicht. Über drei Mandate in Eltendorf für die FBL im Südburgenland hingegen sei er sehr erfreut. "In Summe dürfte der Fahrplan stimmen", erklärte Rauter. Nun werde man sich auf die Landtagswahl 2010 vorbereiten.

Tschürtz: "Persönlichkeitswahl"

"Grundsätzlich zeigt sich, dass das eine Persönlichkeitswahl ist", so FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz. In einigen Gemeinden habe man zwar Mandate verloren, aber in Kemeten, Potzneusiedl und Bernstein beispielsweise habe man erstmals den Einzug in den Gemeinderat geschafft.

Grüne: "Schmerzhafte Erlebnisse"

Die Grünen hatten im Bezirk Oberwart zwei "schmerzhafte Erlebnisse", so Landessprecher Josko Vlasich. In Pinkafeld und Oberschützen ging das jeweils einzige Mandat verloren. Neu in den Gemeinderat einziehen werden die Grünen hingegen beispielsweise in Rudersdorf, Neusiedl am See, Steinbrunn und Nickelsdorf. In Großpetersdorf, der Heimatgemeinde von Vlasich, legten die Grünen ein Mandat zu und erreichten zwei Sitze.(APA)

  • Der Neusiedler See im Norden des Burgenlands.
    foto: marijana miljkovic

    Der Neusiedler See im Norden des Burgenlands.

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