Kdolsky fordert Erste-Hilfe-Wiederholungskurse

6. Oktober 2007, 13:10
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Für Lenker, die zur Nachschulungen verpflichtet wurden - Gesundheitsministerin: Nachweisliche Defizite wettmachen

Wien - In die Diskussion um eine Verschärfung der Verkehrsstrafen hat sich am Samstag auch Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky eingeschaltet. Sie forderte in einer Aussendung Erste-Hilfe-Wiederholungskurse für Lenker, denen wegen eines Verkehrsvergehens eine Nachschulung aufgebrummt wurde.

Verkehrsminister Werner Faymann und Innenminister Günther Platter hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, unter anderem für Alkolenker härtere Strafen zu verhängen. Künftig müssen demnach Lenker schon ab 0,5 Promille mit einer Nachschulung rechnen und beim zweiten Mal den Schein abgeben. Es sei davon auszugehen, dass es eine Zunahme an Nachschulungen geben werde, meint Kdolsky daher. Gerade bei Alkoholdelikten sei es sinnvoll, den verkehrspolitischen Aspekt mit dem gesundheitspolitischen Aspekt zu verknüpfen.

Angst vor Fehlern

Kdolsky zitierte eine aktuelle Untersuchung, die das Bildungszentrum des Roten Kreuzes gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt hat. Dabei wurden 667 Personen bezüglich ihrer Erste-Hilfe-Kenntnisse befragt. 73 Prozent nannten die Angst vor Fehlern als Haupthindernis dafür, erste Hilfe zu leisten. 13,4 Prozent gaben Unsicherheit als Barriere an.

Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs bei 41,1 Prozent der befragten Personen über zehn Jahre zurück lag. "Hier gibt es nachweislich einige Defizite, die wir auch im Rahmen von Führerschein-Nachschulungen wettmachen können", so Kdolsky. (APA)

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