Schluss mit lustig

4. Oktober 2007, 23:28
1 Posting

Zwei Handlungsstränge durchziehen "Import Export" von Ulrich Seidl, zwei gegenläufige Bewegungen

Frostige Industrievororte unter mächtigen Abgaswolken, neonerhellte Zimmerfluchten, in denen junge Mädchen für Internet-Voyeure posieren, Reinigungskolonnen mit merkwürdigem Managersprech trainiert werden, alte Menschen dem Vergehen entgegensiechen: Zwei Handlungsstränge durchziehen "Import Export" von Ulrich Seidl, zwei gegenläufige Bewegungen, die nie jemals wirklich zusammengeführt werden.

Das eine ist die Odyssee der ukrainischen jungen Mutter Olga (Ekateryna Rak), die ihr Kind zurücklassen muss, um in Österreich zuerst als Kindermädchen und anschließend als Putzfrau in einer Altenpflegestation ausgebeutet zu werden.

Der zweite Held des Films: Paul (Paul Hofmann), ein junger Österreicher, immer pleite, ein permanenter Ausbrecher aus einem Leben ohne Chance, der einen Job als Sicherheitswächter nicht lange innehat und schließlich mit seinem Stiefvater (Michael Thomas) Spielautomaten in der Ukraine installiert. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.10.2007)

Vorführungen am 25. 10. um 20.30 im Gartenbaukino und am 27. 10. um 11.00 im Künstlerhaus.
  • Artikelbild
    foto: viennale
Share if you care.