Wien-Innsbruck: Ein Preisvergleich

31. Oktober 2007, 15:36
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SkyEurope die Nase vorn, wer ohne Vorteilskarte ein ÖBB-Ticket kauft, fährt am teuersten - Die AUA reagierte

Wien - SkyEurope wirbt aggressiv und will vor allem eines: Die Preisführerschaft gegenüber der AUA haben. Seit Wochenbeginn konkurrenziert sie den nationalen Carrier erstmals im Inland auf der Strecke nach Innsbruck. Und: SkyEurope hält, was sie werblich verspricht. Ein Preisvergleich des Standard im Internet ergab: SkyEurope war immer am billigsten.

Gesucht wurde ein Hin- und Rückflug (inklusive aller Abgaben) von Wien nach Innsbruck am selben Tag. Mit der Frühmaschine hin und mit dem Abendflieger zurück.

Dann wurde noch der Vollständigkeit halber die ÖBB gecheckt. Ergebnis: Die Bahn kann mit den Airlines auf den ersten Blick nicht mithalten. Ein Standardticket bei der Online-Buchung Hin- und Retourfahrt zweiter Klasse kostet 104,2 Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei SkyEurope. Dass lässt ÖBB-Chef Martin Huber nicht gelten. Denn: "Mit einer Vorteilskarte (kostet 99 Euro pro Jahr) zahlt der Kunde für die Strecke nur mehr 27 Euro", sagte Huber zum Standard. Und die ÖBB biete täglich 5000 Sitze auf der Strecke zu diesem Preis an. Die ÖBB werde daher bei dem Preiskampf nicht mitmachen.

Der Zeitfaktor

Die Flugzeit nach Innsbruck beträgt 45 Minuten. Die zeitlich günstigste Variante mit dem ICE beträgt 4,39 Stunden. Es geht aber auch mit dreimaligem Umsteigen und einem Zeitaufwand von 6,41 Stunden. Huber: "Ab 2008 beträgt die Fahrzeit mit den neuen Railjet-Zügen allerdings unter vier Stunden."

Interessant ist die Preisgestaltung der AUA: Sie fliegt sechsmal täglich nach Innsbruck; SkyEurope derzeit zweimal, ab Ende Oktober dreimal täglich. Bei der AUA sind die Tagesrandverbindungen um 99 Euro (Hin- und Rückflug) zu haben, dazwischen, um die Mittagszeit und am Nachmittag, kostet etwa am 20. Oktober ein Einfachflug 75 Euro bzw. 95 Euro. Was noch immer viel günstiger ist, als jener Preis, der in der Vergangenheit ein AUA-Ticket nach Innsbruck kostete. (Claudia Ruff, DER STANDARD Printausgabe, 5.10.2007)

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