Der Sonne entgehen

4. Oktober 2007, 11:28
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UNO: der Klimawandel wird die Gewohnheiten der Touristen ändern. In Zukunft könnten die Europäer bei wärmerer Witterung zu Hause bleiben

Davos - Der globale Klimawandel wird nach Einschätzung von Experten der UNO auch zu drastischen Änderungen bei den Reisegewohnheiten der Europäer führen. Ein zusammenfassender Bericht verschiedener UN-Büros, der am Dienstag einer Fachkonferenz in Davos vorgelegt wurde, erwartet einen deutlichen Rückgang der Reisen von Nordeuropäern an bisher beliebte Sonnenziele wie das Mittelmeer und die Karibik. Kunden aus gemäßigten Wetterzonen, die heute den Welttourismus beherrschen, könnten "neue klimatische Möglichkeiten nah der Heimat nutzen", wenn die Erderwärmung andauere.

Obwohl das Gesamtvolumen des Tourismus weltweit nicht zurückgehen dürfte, könnten neue Reisetrends doch deutlich auf Kosten der warmen und tropischen Reiseziele gehen, heißt es in dem Bericht, dessen ausführliche Version im November auf einem Treffen von Tourismusministern der UNO in London vorgestellt werden soll. Zahlen wurden in dem Papier noch nicht genannt. Der Experte Andreas Fischlin äußerte die Erwartung, dass Mittelmeer-Reiseziele im Sommer sicher Kunden verlieren dürften, dafür aber aufgrund der geänderten Wetterlage mehr Herbst- und Wintergeschäft erwarten könnten.

"Für kleine Karibikinseln sind die Folgen des Klimawandels auf den Tourismus weitgehend negativ", sagte Fischlin. Auch Mexikos Küstenorte dürften in Mitleidenschaft gezogen werden, da sie zusehends schweren Stürmen und Änderungen des Meeresspiegels ausgesetzt seien. Die Experten waren sich einig, dass die Reisenden der Zukunft die Auswirkungen des Klimawandels bei der Wahl ihres Urlaubsortes berücksichtigen. So könnte auch die Aussicht auf Wassermangel in bestimmten warmen Urlaubsgebieten abschreckend wirken, hieß es in Davos. Die Welttourismusorganisation der UNO verweist auf Umfragen, wonach das Bewusstsein der Touristen für Treibhausgas-Emissionen und mögliche CO2-Abgaben wachse. (APA)

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    Urlaub zu Hause könnte bald zum Trend werden.

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