Wiens Büromarkt: Nachfrage bleibt hoch

3. Oktober 2007, 17:13
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Die Neubauproduktion an Büroflächen wird 2007 nur rund zwei Prozent des Gesamtbestandes erreichen – "Losgelöste Entwicklung" im 1. Bezirk

Wien – Der Wiener Büromarkt wächst weiterhin – allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren, was das Angebot betrifft: Die Neubauproduktion von Büroflächen wird laut dem aktuellen Büromarktbericht von NAI Otto Immobilien heuer bei rund 200.000 Quadratmeter liegen. Das sind rund zwei Prozent des Gesamtbestandes, dieser Zuwachs sei als "gering" zu bezeichnen.

Starke Nachfrage

Die Nachfrage befindet sich den Angaben zufolge aber weiter auf hohem Niveau. Bei NAI Otto erwartet man einen Vermietungsumsatz von rund 340.000 Quadratmetern, das wäre exakt das selbe Niveau wie in den letzten beiden Jahren. Der deutliche Nachfrage-Überhang wird entschärft durch eine weiterhin geringe Absorptionsrate, die auf die Tatsache zurückzuführen sei, "dass Anmietungen überwiegend im Flächentausch begründet sind"; zugrunde liege dem der Wunsch nach Qualitäts- und Produktivitätsverbesserung, heißt es.

Ein beträchtlicher Anteil des Flächenumsatzes sei den Standorten "Wien Zentrum und angrenzende Achsen" sowie "Donaucity" zuzurechnen. Im 1. Bezirk habe sich der Nachfrageüberhang weiter verstärkt und zu einer vom sonstigen Vermietungsmarkt losgelösten Entwicklung dieses Teilmarktes geführt.

Der Leerstand wird Ende des Jahres bei rund 5,9 Prozent liegen, heißt es in dem Marktbericht, wobei die geringe Absorption von Büroflächen ein deutlicheres Sinken verhindere.

Mieten steigen nur im Top-Segment

Bei den Mieten zeigt sich laut Eugen Otto ein "typisch österreichisches Phänomen": Sie werden nur innerhalb des Topsegments steigen. Die Durchschnittsmiete liegt demnach weiterhin stabil bei 11,70 Euro netto pro Quadratmeter und Monat.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im Investment-Markt hat laut NAI Otto im Vorjahr rund 2,2 Milliarden Euro betragen. Dieses Ergebnis sollte 2007 deutlich übertroffen werden, erwarten die NAI-Experten: Die 3-Milliarden-Grenze scheint erreichbar. (map)

  • In der Wiener Innenstadt (Bild: Graben) ist die Entwicklung schon losgelöst" vom Gesamtmarkt" zu sehen, meint man bei NAI Otto.
    foto: derstandard.at/gedlicka

    In der Wiener Innenstadt (Bild: Graben) ist die Entwicklung schon losgelöst" vom Gesamtmarkt" zu sehen, meint man bei NAI Otto.

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