Satellitenbilder decken Menschen­rechts­verletzungen in Burma auf

16. Oktober 2007, 10:14
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Militär errichtet unablässig Lager für Minderheiten im Dschungel - Auf- und Abbau vom Weltall aus beobachtet

Satellitenbilder zeigen schwere Menschenrechtsverletzungen in Burma auf. Die Aufnahmen, die von den Satelliten von GeoEye gemacht wurden, zeigen den Auf- und Abbau von Lagern im Dschungel. Laut Meldungen von Menschrechtsorganisationen errichten die Militärs entsprechende Lager um ethnische Minderheiten festzuhalten. Die Lager würden "wandern" und seien nur schwer auszumachen.

Massiver Anstieg

Schon seit geraumer Zeit berichten die Menschenrechtsorganisationen von einem massiven Anstieg der Lageranzahl. Nicht nur dieser Zuwachs sei auf den Bildern zu sehen, auch massiv anwachsende Flüchtlingslager an der burmesischen Grenze auf thailändischem Gebiet lassen sich erkennen.

Angriffe werden sichtbar

Mit Hilfe der satellitenfotos können die, von den Menschenrechtsorganisationen gemeldeten, Angriffe beobachtet und bestätigt werden. "Wir haben zahlreiche kommerziell verfügbare Satellitenbilder analysiert und die Bereich genau untersucht aus denen Menschenrechtsverletzungen gemeldet wurden. Wenn wir einen entsprechenden Bericht aus einer Region erhalten, dann geben wir unser Bestes um die genauen Koordinaten ausfindig zu machen", so Lars Bromley von der American Association for the Advancement of Science (AAAS) gegenüber Technology Review.

Viel Information

Die Aufnahmen liefern eine Vielzahl an Information. So können die Organisationen erkennen, dass immer mehr Siedlungen beziehungsweise Menschen über angebaute militärische Anlagen kontrolliert werden würden. Insgesamt sollen 31 neue Siedlungen innerhalb von fünf Jahren an ein vorhandenes Militärcamp gebaut worden sein. Dadurch will man die Bewohner stärker kontrollieren können.(red)

  • Artikelbild
    foto: geoeye
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