Vierdimensionale Barcodes entwickelt

15. Oktober 2007, 10:21
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Bauhaus-Universität Weimar entwickelt Strichcodes, die höhere Menge an Information übermitteln können

Forscher der Bauhaus-Universität Weimar haben vierdimensionale Barcodes entwickelt, die eine deutlich höhere Menge an Informationen übermitteln können. Als Strichcode stehen sie bisher als zweidimensionale Version auf Produkten im Supermarkt, auf Online-Tickets für die Bahn oder Kulturveranstaltungen. Die Neuentwicklung baue auf den üblichen schwarz-weißen 2-D-Codes auf, seien aber farbig und animiert, sagte Forschungsleiter Oliver Bimber.

Animationen werden Zahlen

Die bunten Animationssequenzen können mit jedem Kamera-Handy abgefilmt werden. Eine spezielle Software wandelt die Informationen dann in Schrift, Zahlen oder Grafiken um. So können künftig zum Beispiel Fahrpläne von Informationstafeln in Bahnhöfen oder Kontoauszüge von Bankautomaten direkt aufs Handy übertragen werden. Eine weitere Anwendung sieht der Experte bei Internetnutzern, die Daten von Webseiten auf ihre Mobiltelefone laden können.

Das Problem ist die Zeit

"Das Problem, vor dem wir standen, war, dass die Kamera und das Display des Handys nicht synchron laufen", sagte Bimber. Mit Hilfe einer im Studiengang Mediensysteme entwickelten Software, die auf das Handy geladen werden kann, funktioniert nun beides ohne Zeitverzögerung. Ende November stellen die Weimarer Wissenschaftler ihre vierdimensionalen Barcodes auf dem International Symposium für Visual Computing in Lake Tahoe in den USA vor. Prototypen existieren bereits, nun soll ein Industriepartner gefunden werden. (APA/dpa)

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