Ex-tele.ring-Chef Michael Krammer übernimmt Ruder bei One

22. Oktober 2007, 12:38
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Übernahme durch Orange und Finanzpartner vollzogen - Die Marke One wird jedenfalls in den nächsten ein- bis eineinhalb Jahren verschwinden

Mit Stichtag 2. Oktober 2007 hat One neue Eigentümer. Der Finanzinvestor Mid Europa Partners übernimmt 65 Prozent und die France Telecom-Tochter Orange 35 Prozent der Anteile am drittgrößten österreichischen Mobilfunkbetreiber. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

One wird künftig von Michael Krammer gelenkt

Neuer CEO von "One" wird der frühere tele.ring-Chef und kurzzeitige Chef des deutschen Mobilfunkkonzerns ePlus, Michael Krammer (47). Er folgt Joergen Bang-Jensen nach, der zehn Jahre an der Spitze des Unternehmens gestanden war. Gestartet hat Krammer seine Karriere in der Mobilfunkbranche im Jahr 1998 bei max.mobil (heute: T-Mobile Austria), 2002 wechselte er zu tele.ring, wo er zuerst als Geschäftsführer für Marketing, Vertrieb und Service tätig war, dann als CEO. Nach der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile ging er im Mai 2006 für ein Jahr nach Deutschland als Vorsitzender der Geschäftsführung von ePlus.

Marketing- und Vertrieb

Neben seiner CEO-Funktion wird Krammer interimistisch auch für die Marketing- und Vertriebsagenden von One verantwortlich sein, die bisher Michael Fried unterstellt waren.

CFO

Neuer Finanzchef (CFO) von "One" ist seit heute Christian Fuchs (43) als Nachfolger von Holger Püchert. Fuchs wird sich neben seiner Funktion als CFO bis zur Bestellung eines neuen CTO auch um die technischen Agenden von "One" kümmern. Er war von 1992 bis 1997 im Finanzwesen der Tengelmann-Gruppe in Österreich tätig und wechselte 1998 als Head of Controlling zu Ankerbrot. Seit 2000 war er bei tele.ring tätig, ab 2004 als CFO. Nach der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile wechselte er ebenfalls zur deutschen ePlus - als CFO.

Rolle

Michael Krammer über die zukünftige Rolle von One: "In einem Markt, in dem sich zwei Unternehmen rund 75 Prozent der Kunden und rund 80 Prozent des Umsatzes teilen, wird es unsere Aufgabe sein, als Herausforderer im Sinne der Kunden zu agieren. Die Flexibilität eines schlanken Unternehmens gepaart mit der Stärke des internationalen Partners Orange schaffen dafür die besten Voraussetzungen.�

Die neuen (alten) Eigentümer

Der bisherige One-Mehrheitsaktionär, der deutsche Energiekonzern E.ON, hatte den Kaufpreis anlässlich des Versteigerungsprozesses mit einem Gesamtunternehmenswert von 1,4 Mrd. Euro beziffert. Eine später Komplett-Übernahme von One durch die France Telecom-Tochter gilt in der Branche nicht als ausgeschlossen. Die Marke One wird jedenfalls in den nächsten ein- bis eineinhalb Jahren verschwinden und auf "Orange" geändert werden. (red/APA)

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