Attersee gestaltete Skulptur - Aktionen in ganz Wien - Obmann-Plädoyer für Raucher
Wien - Die Wiener Kaffeehäuser begehen heute mit der weltgrößten Kaffeeschale den ersten Tag des Kaffees. Die 2,2 Meter hohe Gigantentasse hat einen Durchmesser von 2,5 Metern und wurde vom Künstler Christian Ludwig Attersee gestaltet. Sie steht eine Woche
lange vor dem Innenstadtcafe Korb. Anlässlich des Festtages gibt es
in vielen Wiener Kaffeehäusern Aktionen, wie Gratiskaffee oder
Verkostungen.
Die Gelegenheit nutzte der Obmann der Wiener Kaffeesieder, Günter
Ferstl, zu einem flammenden Plädoyer für das Rauchen im Kaffeehaus.
"Lassen Sie Wien anders bleiben", forderte er die anwesenden
Politiker angesichts der geplanten Nichtraucherschutz-Regelungen auf.
Die Raucher müssten ganz selbstverständlich ihren Platz im
Kaffeehaus finden.
Kaffee in 91 Prozent der heimischen Haushalte
Kammerpräsidentin Brigitte Jank untermauerte die Bedeutung des
Kaffees für die Bundeshauptstadt. Durchschnittlich konsumiere jeder
Österreicher 162 Liter Kaffee im Jahr - mehr als Bier. Damit werde
Österreich im Konsumranking nur von Finnland, Norwegen und Dänemark
geschlagen. In 91 Prozent aller Haushalte werde das Heißgetränk
zubereitet. Und nicht zuletzt habe die zugehörige Gastronomie auch
eine soziale Funktion: "Es werden Geschäfte gemacht im Kaffeehaus",
so Jank.
Viele Wiener Kaffeehäuser haben anlässlich des Festtages zahlreiche
Aktionen im Köcher. Diese reichen von Gratiskaffee bis zur
Ausstellung alter Kaffeesiederutensilien im Cafe Schwarzenberg.
Oftmals werden die Heißgetränkte verbilligt angeboten, kleine
Geschenke wie ein Päckchen Kaffee gereicht oder die Verkostung
verschiedener Bohnensorten angeboten.
Die Attersee-Tasse wird dabei in zahlreichen Kaffeehäuser zum Verkauf
angeboten - in wohnungsverträglicher Normalgröße in einer Auflage
von 1.000 Stück. Das voluminösere Original wird zugunsten von "Licht
ins Dunkel" versteigert. (APA)