Restitutionsanspruch auf Klimt-Bild

23. Oktober 2007, 18:25
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Das Gemälde "Blühende Wiese" soll dem Holocaust-Opfer Amalie Redlich gehört haben

Washington - Laut Bericht der "New York Times" erhebt der Enkel des österreichischen Holocaust-Opfers Amalie Redlich Anspruch auf das Klimt-Gemälde "Blühende Wiese", das sich nun in der privaten Sammlung des US-Kosmetik-Unternehmers Leonard A. Lauder befindet. Vertreten wird Georges Jorisch von Anwalt E. Randol Schoenberg, der bereits für Maria Altmann die Aufsehen erregende Klimt-Restitution aus dem Belvedere um die "Goldene Adele" 2006 erfolgreich durchgefochten hatte.

Eine offizielle Forderung bei Gericht gebe es derzeit jedoch noch nicht, so die "New York Times". Das 1906 entstandene Gemälde sei laut Jorisch ursprünglich von Viktor Zuckerkandl, dem Bruder Redlichs, erstanden worden. Lauder, der das Gemälde 1983 von Serge Sabarsky erstanden hat, wies den Vorwurf umgehend zurück. Das Bild habe nie Redlich gehört, so Lauder. Dem gegenüber steht eine bevorstehende Publikation des Wiener Belvedere-Vizedirektors Alfred Weidinger, auf den sich der Erbe bezieht: Der neue Katalog behaupte, dass das Gemälde Jorischs Großmutter Amalie Redlich gehörte. (red / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.9.2007)

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