Weißes Haus braucht für Kriegseinsätze 190 Milliarden Euro

Redaktion, 02. Oktober 2007 15:30

Budgetplan für 2008 um ein Drittel aufgestockt - Demokraten zu schwach, um Präsidenten-Veto zu verhindern

Washington - Die Kriege im Irak und in Afghanistan kosten den amerikanischen Steuerzahler immer mehr: Die US-Regierung fordert für die Einsätze vom Kongress die Freigabe von fast 190 Milliarden Dollar (134 Milliarden Euro) im nächsten Jahr - das ist gut ein Drittel mehr als zunächst veranschlagt. Verteidigungsminister Robert Gates wollte die Mittel am Mittwoch beantragen.

Grobe Schätzung

Das zusätzliche Geld sei unter anderem für die Anschaffung von Fahrzeugen nötig, die die Soldaten besser gegen Sprengsätze auf den Straßen schützen könnten, heißt es in Unterlagen von Gates für eine Anhörung im Senat, von denen eine Kopie der Nachrichtenagentur AP vorlag. Im Februar hatte Präsident George W. Bush noch eine Summe von 142 Milliarden Dollar für die Militäreinsätze veranschlagt. Doch hatte er bereits darauf hingewiesen, dass es sich um eine grobe Schätzung handle und die Ausgaben steigen könnten.

Appell an Kongress

Gates appellierte den Unterlagen zufolge an den Kongress, die Mittel so rasch wie möglich "und ohne übertriebene und kontraproduktive Einschränkungen" freizugeben. Damit werde es dem Pentagon ermöglicht, seine Ressourcen besser einzusetzen und die Umschichtung von Geldern zu vermeiden, was oft nur zu weiteren Kosten führe.

Demokraten setzen auf "Hebelwirkung"

Die oppositionellen Demokraten haben erklärt, sie wollten die Ausgabenwünsche der Regierung als Hebel benutzen, um die US-Truppen aus dem Irak nach Hause zu bringen. Dies dürfte ihnen aber kaum gelingen. Die Demokraten haben seit den Zwischenwahlen im November vorigen Jahres zwar Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses, diese reicht aber nicht, um ein Veto von Präsident George W. Bush gegen eine Kürzung der Gelder zu überstimmen. (APA/AP)

Kommentar posten
16 Postings
Mostbluzza
28.09.2007 12:06
190 mrd sind ja kinkerlitzchen

Der US-Senat hat am Donnerstag die gesetzliche Obergrenze für die Verschuldung des Staates um 850 Milliarden Dollar angehoben. Ansonsten wäre das bislang gültige Limit von 8,965 Billionen Dollar in wenigen Tagen erreicht worden.

wo versumpfen denn die restlichen 660 mrd ...

ps: wobei die 8,965 mrd ja gar nicht die ganze wahrheit sind ...

manfred maier
manfred maier
28.09.2007 10:20
phonetische aussprachehilfe.....

...für den "starken führer" mit den "grossen zielen" (original: ah, kopiert von: g.w.bush)
versehentlich fand sich das manuskript der rede von bush vor der uno auf der web site der vereinten nationen.
darauf war zu erkennen, wie ihm die redenschreiber hilfestellung in aussprache und betonung gaben. (zb: sar KO zee,..)
eine sprecherin des die welt von jeglichen recht befreienden texaners verweigerte - von einem journalisten daruf angesprochen - jede auskunft, da die frage "beleidigend" sei.
beleidigend ist, das diese marionette der neocon-weltbeherrschungsnarren im namen von demokratie und freiheit die welt mit seinem versoffenen stottern bebrabbelt.

Peter Mayr
27.09.2007 23:59
Der einzig ernstzunehmende Senator ist Sen. Bird ...


und der hat die einzig vernünftige Reaktion auf diese wahren Spinnereien und Geldvernichtungstätigkeiten gefunden ...

ganz zu schweigen von den horrenden Verbrechen die mit diesen "Befreiungsinvasionen" tagtäglich begangen werden ...

Ruhollah und sein Kind aus dem Heiligen Brunnen
27.09.2007 16:28

Da wird aber die Hillary es schwer haben ihren Wähler zu Überzeugen das sie alle Amerikaner Krankenversichern möchte,GLATT GELOGEN.
Meliter war und wird immer an erste stelle stehen.

Placebo
 
27.09.2007 15:49
Wenn die so weitermachen und ihre Rohstofflieferanten zu den "Feinden" überlaufen kan die Firma USA bald zusperren.

Glasperlenspieler
27.09.2007 14:44
Zur Ergänzung:

2008 werden demnach (mit den aktuellen Zahlen) über 700 Mrd. $ für Verteidigung, Krieg und Heimatschutz ausgegeben (480 Mrd. für Verteidigung - 200 Mrd. für Krieg - 30 Mrd. für Heimatschutz) - oder ca. 5% des US-BIP.

Damit werden wieder die Zeiten des Kalten Krieges erreicht, wo ebenfalls jedes Jahr 5-10% des BIP in die Verteidigung flossen, während des Anteil unter Clinton zumindest auf 3% gedrückt wurde.

XY YX
27.09.2007 12:07

wieviel hunger und elend man mit € 134.-milliarden verhindern könnte auf dieser welt!!!???

plau graut
 
27.09.2007 13:48
irgendwann erklimmt Wähler- oder Nicht-Wählerschaft

eines x-beliebigen (demokratischen) Landes:

den Status der VERANTWORTLICHKEIT.

Irgendwie ist der Augenblick da, oder bereits gewesen, verpasst.

John Malkovich
27.09.2007 13:14
der riesige

militärisch-industrielle Komplex der USA hat einen Hunger nach Aufträgen und Geld, der jeder Vorstellung entbehrt! Für die Waffenlobby sind 134 Mrd. einträglich aber keinesfalls genug!

DieBo
27.09.2007 11:37
Lustig an der Zahl 190 Milliarden ist, dass sie fast korrekt der Summe entspricht, die die Notenbanken wegen der Immobilienkrise in die Märkte gepumpt haben. So ein Zufall.

Sascha Fuchs (Schweiz)
27.09.2007 13:48
Zufällig, und nicht direkt kausal

Die Immobilienkrise (eigentlich Hypothekarkrise; eine eigentliche Immobilienkrise folgt wahrscheinlich noch) ist Folge von verfehlter Kreditmanagement, sprich die Banken gewährten zuviele faule Kredite (die Ami-Mentalität auf Pump zu leben ist wohl ein Kapitel für sich).

Doch die 190 Mia $ die jetzt zusätzlich der Kriegskasse zugeführt werden stimmen mich schon nachdenklich (190 Mia $ auf ~300 Mio Einwohner ~ im Schnitt eine Zusatzbelastung von 600$ pro Kopf).

Mal schauen, wann sich die nächste nationale Haushaltskrise anbahnt - wird wohl wieder in der Präsidialzeit eines/r Demokraten stattfinden.

kraftfahrer
27.09.2007 11:23
190 Milliarden "Dollar"

"Weißes Haus braucht für Kriegseinsätze 190 Milliarden Euro"

190 Milliarden Dollar müssten das sein, oder 134 Milliarden Euro.

kraftfahrer
27.09.2007 19:07
da ist immernoch der fehler im titel

schreibt da mal bitte Dollar hin, oder eben den runtergerechneten Eurobetrag. S.... sind das viele Münzen.

mfG Kf

der postbote
27.09.2007 09:48
wie lange werden sich die us-bürger eigentlich noch verschaukeln

und berauben lassen? es ist ja unfassbar: das land wird von einem haufen millionären (egal ob dem oder rep) in geiselhaft genommen, systematisch ausgeplündert und die us-amerikaner werden mit foxnews & co, dem geschwafel vom "american dream" und einem an die hochblüte des faschismus erinnernden fahnen- und heldenkults bei laune gehalten, während millionen von ihnen in armut leben oder in ghettos verrecken...

das ist mehr als nur krank

Die Unbarmherzige Schwester
27.09.2007 13:31

Das ist Amerika.
Das dürfen wir bloß nicht laut sagen, sonst sind wir "anti-....". Und "anti-.." ist immer böse.

soseies
27.09.2007 08:38

der kongress mit seinen von der bevölkerung gewählten abgeordneten sollte eigendlich den bürgerwillen spiegeln....

was er ja auch mit mehrheit tut...

ein einzelner "mann"...hier der präsident von amiland kann diesen bürgerwillen aushebeln....

kommt mir irgendwie bekannt vor...

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