Doppelklick auf die Antike

26. September 2007, 20:08
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Raoul Schrott spricht bei der Tagung "Pontes" an der Universität Innsbruck über das Übersetzen

Erhöhte Aufmerksamkeit genießt in letzter Zeit die Klassische Philologie der Uni Innsbruck. Der Latinist Karlheinz Töchterle übernimmt das Amt des Rektors, der gerade einmal 28-jährige Florian Schaffenrath gehört laut Falter-Wissenschaftsmagazin zu den Top 30 des österreichischen Nachwuchses. Nun richten diese beiden, gemeinsam mit Institutskollegen Wolfgang Kofler, die fünfte Tagung "Pontes" aus.

Es geht ums Übersetzen und Vermitteln, somit bleibt man nicht im Elfenbeinturm - neben einem imposanten Aufgebot an Spezialwissen sind auch Praxis- und Gegenwartsbezug von Buch bis Bühne mit dabei: Kurt Steinmann bringt "seine" Odyssee mit, Poeta Doctus Raoul Schrott gibt Einblick ins Handwerk des Übersetzens und Nachdichtens. Selbst keinen Einblick mehr geben kann Catull-Freund Thomas Kling, dessen Sound wie der Sprachklang Durs Grünbeins im Mittelpunkt eines Vortrags steht.

Peter Handke ist ebenso Thema wie Peter Stein, Gräzist Georg Danek, der seit 1986 mit Theaterproduktionen zusammenarbeitet, behandelt ein Underground-Kriegsstück: den in Wien in einem leeren U-Bahn-Tunnel stationierten Aischylos der Gruppe theatercombinat ("die perser"). (pen / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.9.2007)

27.-29. September, Uni Innsbruck
Präsentation des Tagungsbandes "Pontes IV": 27. September, Claudiasaal, Innsbruck. 19.15
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    foto: standard / christian fischer
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