Künstlerateliers in Citylage

26. September 2007, 19:53
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Kuratorin Elsy Lahner und Ines Gebetsroither vom Kunstmagazin Spike Dienstagabend luden zur Eröffnung von "into position"

Die junge Kunstszene zu erkennen oder zu orten ist für Menschen, die sich nicht täglich im Galerien- und Kunstuni-Umfeld tummeln, mitunter ein bisserl schwer. Aber es gibt da durchaus Indizien im öffentlichen Raum, an denen sich festmachen lässt, dass da gerade irgendwo in der näheren Umgebung etwas Junges, Urbanes und "Szeniges" geschieht. Etwa dann, wenn in einer Edel-Shoppinggegend wie der um den Wiener Bauernmarkt plötzlich kein einziges Verkehrsschild mit weniger als zwei Fahrrädern behängt ist und Menschenmassen, deren Outfit anderen als den City-Chic-Regeln entspricht, auf ein Haustor zusteuern. Ebendort (Bauernmarkt 1) luden die Kuratorin Elsy Lahner und Ines Gebetsroither vom Kunstmagazin Spike Dienstagabend nämlich zur Eröffnung von "into position" (www.intopos.com): Eine Immobilienfirma stellt hier (und im Haus Bauernmarkt 9) schon seit Langem jungen Künstlern leere Wohnungen als Ateliers zur Verfügung. Aber außerhalb der Kunstszene hatte sich das bisher halt noch nicht wirklich herumgesprochen. Bis Dienstagabend. Der einzige Haken an der Sache: Der "typische" Innenstadtbenutzer ist leider meist nicht neugierig genug, einem Haufen für die Region zu bunter Leute einfach nachzugehen. Und erfährt deshalb nie, was er gerade versäumt. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD - Printausgabe, 27. September 2007)
  • Junge Kunst in alten Häusern: Lahner (li.) und Gebetsroither.
    foto: standard/thomas rottenberg

    Junge Kunst in alten Häusern: Lahner (li.) und Gebetsroither.

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