#68: Böse Zellen

    3. Oktober 2007, 20:19
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    „Böse Zellen ist ein Film über den Tod und die Angst vor ihm, über das Ungewisse und dass man sich mit dem Tod nicht abfinden kann. Und doch hat die letzte Szene des Films etwas Versöhnliches. Jemand hockt am Boden und schaut in eine Pfütze. Es regnet. Es ist ganz banal.“ (Barbara Albert)

    Dem Gewinner eines Rubbelloses winkt ein Eigenheim. Am Ende von Barbara Alberts Böse Zellen ist Andreas (Georg Friedrich) zwar der Glückliche, aber unglücklich bleibt er: Ganz allein steht er in den Räumen des Fertigteilhauses, von dessen Fenster man eine gute Aussicht auf die Bundesstraße hat. Eine Reihe von Figuren, die alle denselben Lebensraum einer Kleinstadt teilen, verbindet zuallererst eine grundlegende Misere: Inmitten von Heilsversprechungen und Ersatzbefriedigungen ist die Einsamkeit besonders groß. Die meisten plagt ein Verlust – der Tod eines geliebten Menschen, die Mitschuld an einem Unglück. Albert folgt keiner linearen Erzählung, vielmehr sucht sie mit einer netzwerkartigen Montage ein Gesellschaftsbild zu erstellen. (Dominik Kamalzadeh)

    Ö/D/CH 2003 Regie & Drehbuch: Barbara Albert Produzenten: Svoboda, Gschlacht, Hagemann, Schmid Kamera: Martin Gschlacht Schnitt: Monika Willi Ton: Andreas Kopriva, Bernhard Weinrather

    Mit: Karin Resetarits, Ursula Strauss, Georg Friedrich, Marion Mitterhammer, Martin Brambach, Desiree Ourada, Gabriela Schmoll, Rupert Lehofer, Bellinda Akwa-Asare u.v.m.


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