Jeder Topf hat seinen Deckel

1. Oktober 2007, 06:00
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Kleiner Aufwand mit großer Wirkung - wer mit Köpfchen kocht, spart nicht nur Zeit sondern auch Energie

Es zahlt sich aus, in der Küche die Kosten auf Sparflamme zu halten: Rund elf Prozent des gesamten Stromverbrauchs entfallen auf Kochen, Braten und Backen. Schon durch wenig Aufwand lassen sich die Kosten reduzieren.

 

 

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Ein großer Kostenfaktor beim E-Herd sind die Kochplatten. Die gusseisernen Kochplatten brauchen am längsten zum heiß werden und verbrauchen auch die meiste Energie. Am schnellsten und sparsamsten sind Induktionskochfelder. Hier entsteht die Hitze durch elektromagnetische Wellen direkt im Topfboden. Die Platte selbst bleibt relativ kühl.

Diese Technologie ist zwar bei der Anschaffung teuer, schlägt im sparsamen Verbrauch aber sogar Gaskochen. Für Induktionsherde eignen sich Email-Pfannen, Eisenbratpfannen und Gusseisenpfannen. Edelstahltöpfe funktionieren nur dann, wenn der Topfboden aus einem magnetisierbaren Material hergestellt wurde.

Töpfe und Platten anpassen

Auch normale Cerankochfelder haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Moderne Geräte sind oft mit Flachbandheizkörpern ausgestattet. Diese ungefähr 0,2 Millimeter dünnen Bänder werden bei geringem Stromverbrauch schnell heiß.

Bei Ceranfeldern sollten die Töpfe exakt auf die Kochplatte passen. Hilfreich sind dabei die erweiterbaren Kochzonen. Denn wenn ein Topf nur um drei Zentimeter kleiner ist, gehen schon rund 30 Prozent an Energie verloren. Außerdem brauchen Töpfe einen ebenen Boden, der die Hitze gut leitet und speichert.

Deckel drauf

Wer mit Deckel kocht, braucht eine niedrigere Hitze und spart Strom. Das Zudecken bewirkt, dass die für den Kochvorgang erforderliche Wärme im Topf bleibt und die Kochdauer sich dadurch deutlich verringert. Zum Kochen von 1,5 Litern Suppe wird ohne Deckel drei Mal soviel Energie wie mit Deckel benötigt.

Unter Druck setzen

Mit Druck-Kochtöpfen lassen sich sogar bis zu 50 Prozent an Energie einsparen, nämlich bei Speisen wie Erdäpfel oder Gulasch, deren Zubereitung lange dauert. Das Geheimnis liegt in der Zeitersparnis und dem Faktum, dass nach Erreichen des entsprechenden Drucks auf geringe Hitze zurückgeschaltet werden kann.

Backrohr nicht immer vorheizen

Prinzipiell ist es nur dann notwendig das Backrohr vorzuheizen, wenn es das Kochrezept ausdrücklich verlangt. Wer zehn bis fünfzehn Minuten vor Ende der Garzeit den Ofen abschaltet, kann so die Nachwärme nutzen.

Mit Wasser sparsam umgehen

Kleine Mengen Wasser für Tee und Kaffee erhitzt man am besten im Wasserkocher. Das geht wesentlich schneller und ist energiesparend. Am Elektroherd sollten Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit zubereitet werden. Die genaue Dosierbarkeit der Hitze ermöglicht es, dass sich die Gerichte trotzdem nicht anlegen. Wer beispielsweise einen Liter Wasser verwendet, obwohl nur ein Viertel davon nötig wäre, vergeudet 25 Prozent an Energie.

Mikrowelle sinnvoll einsetzen

Nur die Hälfte der aufgenommenen elektrischen Energie steht als Wärmeleistung im Garraum der Mikrowelle zur Verfügung. Die Stärken der Mikrowelle liegen eher bei kleinen Lebensmittelmengen und beim Auftauen. Ab einer bestimmten Menge rentiert es sich auf der Kochplatte zu kochen.

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