Ungarns Premier: Kann nichts mehr für MOL tun

31. Oktober 2007, 13:05
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"Wir haben getan was wir konnten" - Ungarns Finanzmarktaufsicht prüft - MOL-Aktie plus 3,5 Prozent

Budapest - Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany hat unterstrichen, dass die Regierung nichts mehr tun könne um dem ungarischen Energiekonzern MOL bei der Abwehr eines Übernahmeangebots der österreichischen OMV beizustehen. "Wir haben in dieser Angelegenheit keine weitere Aufgabe, wir haben getan was wir konnten", sagte Guyrcsany nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI bei einer Pressekonferenz Dienstag nachmittag. Die MOL habe eine deutliche Antwort auf das Übernahmeangebot der OMV gegeben, meinte der Premier.

Die ungarische Finanzmarktaufsicht PSZAF will nun prüfen, ob die OMV durch ihre Erklärung vom Dienstag möglicherweise Investoren getäuscht habe. Die OMV hatte erklärt, sie sei bereit, den MOL-Aktionären 32.000 Forint (127,7 Euro) pro Aktie zu bezahlen, wenn die zehnprozentige Grenze für Stimmrechte der Aktionäre falle. Die Untersuchung solle rasch durchgeführt werden, vermutlich innerhalb der nächsten 48 Stunden, erklärte PSZAF-Direktor Istvan Farkas.

Die MOL-Aktie ging in Budapest am Dienstag nach starken Umsätzen bei einem Kurs von 27.930 Forint aus dem Markt, ein Plus von 3,56 Prozent. (APA)

  • Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany.
    foto: standard/martin fejer

    Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany.

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