Politische Lähmung nach der "Orangen Revolution"

2. Oktober 2007, 15:56
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Seit der "orangen Revolution" Ende 2004, die sich an massivem Betrug bei den Präsidentschaftswahlen entzündete, herrscht in der Ukraine politische Lähmung. Eine schwammige Verfassung ermöglicht den Kontrahenten die jeweilige Auslegung zu ihren Gunsten.

Als die "Partei der Regionen" von Premier Viktor Janukowitsch damit begann, massiv Abgeordnete aus anderen Lagern abzuwerben, um so eine verfassunggebende Mehrheit zu erhalten, zog Präsident Viktor Juschtschenko im vergangenen April die Notbremse und löste das Parlament auf.

Eine Spaltung der Ukraine in einen prowestlichen Westteil und einen prorussischen Osten ist allen Unkenrufen zum Trotz unrealistisch: Die Verflechtungen zwischen den Lagern und die Interessen der Wirtschaftsbosse stehen dagegen. (jk/DER STANDARD, Printausgabe, 26.9.2007)

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