Positive Gutachten
Bei den genveränderten Maissorten handelt es sich um den Futtermais DAS 59122 von Pioneer, der in anderen Weltgegenden außerhalb der EU bereits zugelassen ist und daher immer wieder in Spurenelementen in EU-Lieferungen entdeckt wurde. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe ein positives Gutachten abgeben, heißt es in Brüssel. Die beiden anderen Maissorten sind Kreuzungen von schon in der EU zugelassenen Produkten von Monsanto (NK 603, MON 810) und Pioneer (1507).
Österreich sei gegen die Zulassung, nicht zuletzt weil die Studien, die die Unternehmen vorgelegt haben, zu kurz greifen würden, verlautete am Dienstag aus Diplomatenkreisen.
Elemente aus den Maissorten - etwa bestimmte Eiweiße - könnten über die Zulassung als Lebens- und Futtermittel hinaus auch für technische Zwecke genützt werden, was in dem Verfahren nicht berücksichtigt werde. Strittig ist auch noch, ob bei Hybrid-Sorten der zulässige Verunreinigungsgrad von 0,9 Prozent (ab diesem muss ein Lebens- oder Futtermittel gekennzeichnet werden) gilt, oder die Grenze doppelt so hoch liegen dürfte.
Neue Strategie Frankreichs
Von den großen Mitgliedstaaten wird sich Deutschland für die Zulassung aussprechen und Frankreich sich seiner Stimme enthalten. Paris überdenkt seine Haltung zur Gentechnik. Vor Kurzem wurde ein vorübergehendes Anbauverbot angekündigt. Ende Oktober will Frankreich seine neue Strategie vorstellen.
Der Großteil der Futtermittel in Österreich ist laut Landwirtschaftskammer Gentechnik-frei. Anders sieht es beim Import von Sojaschrot aus, der bis zu 95 Prozent als GVO deklariert wird. (APA, mimo, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.9.2007)
In Europa gibt es ein neues Tauziehen um die Entscheidungshoheit zwischen Brüssel und Mitgliedstaaten
BASF-Konzern legt 20 Hektar großes Versuchsfeld in Mecklenburg-Vorpommern an - Umweltschützer protestieren
Kein Verständnis bringt Monsanto-Sprecher Björn Malcharczyk für die Entscheidung Deutschlands auf, Genmais zu verbieten. Der US-Konzern erwäge rechtliche Schritte
Die EU-Umweltminister beraten über künftige Klimaziele und wollen eine Evaluierung über den Nutzen der Gentechnik für die Landwirtschaft beauftragen
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner untersagt den Anbau und Verkauf der Sorte MON 810
Während das Anbau-Verbot für Genmais aufrecht bleiben darf, muss das heimische Importverbot fallen
Im März wurde das Anbauverbot von gentechnisch verändertem Mais abgesichert. Nun will Umweltminister Berlakovich nationale Selbstbestimmung
Bei der Frage, wie die wachsende Menschheit künftig satt werden soll, sieht sich die Gentech-Industrie als Problemlöser
Die EU-Mitgliedstaaten haben den Vorschlag der EU-Kommission, den Anbau von zwei Genmaissorten in Österreich zu gestatten, mit großer Mehrheit zurückgewiesen
Umweltschutzorganisationen und Parteien appellieren an Landwirtschaftsminister Josef Pröll
Trotz breiter Ablehnung durch Verbraucher wird in Europa weiter nach dem optimalen Gen zur Verbesserung von Pflanzenwuchs und -Ertrag gesucht. Der STANDARD hat sich umgesehen
Die UN-Konferenz zu Risiken der Gentechnik in der Landwirtschaft einigte sich auf eine verbindliche Haftung bei möglichen Schäden, ein Abkommen gibt es noch nicht
Interessant ist jedenfalls, mit welchem Engagement Mäuse-Thesen verbreitet und bewiesene Fakten verschwiegen werden - Von Andreas Schnauder
Der Nutzen einer Freigabe des Anbaus von Genmais ist fragwürdig - Von Michael Moravec
nun kämpfen diese mafiosis der grosskonzerne sogar um die landwirtschaft und wollen ihre verdorbenen produkte den bauern unter die nase reiben. naturgemäß ist beispielsweise gen-saatgut patentrechtlich geschützt und die bauern werden müssen knebelverträge mit den entsprechenden konzernen eingehen.
es ist eine gefährliche sache. den bauern werden bessere erntezahlen versprochen. das jedoch einige dieser produkte die gesundheit eventuell beschädigen können wird den bauern nicht gesagt. in den verträgen wird festgehalten, für den fall des falles, das die konzerne nicht haftbar sind!
in meinen augen sagt das bereits alles aus.
die us-konzerne und andere sollen mit ihren gift wegbleiben. in europa benötigen wir sowas nicht.
in seinem Beitrag: "Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung":
"Das Pro und Kontra um die Grüne Gentechnik weist deutliche Parallelen zur Auseinandersetzung um die Atomkraft auf: Von Wirtschaft und Politik instrumentalisierte Expertengremien produzieren Unbedenklichkeitsbestätigungen, Skeptiker werden als inkompetente Pessimisten bezeichnet. Ökologische Systemzusammenhänge sowie mögliche Neben- und Spätfolgen spielen bei Entscheidungen keine Rolle. ... Ebenso wie die Atomkraft wird die Gentechnik massiv vom Staat gefördert. ... Hunderte Millionen werden in raffinierte PR-Strategien investiert."
Siehe Kapitel "Ernährungssouveränität, Biotechnologie, Gen-Patente in
http://www.ohnepolemik.at/landwirtschaft/
"Die Hysterie um die böse böse Gentechnik weist deutliche Parallelen zur Auseinandersetzung um die Atomkraft auf:
Mit gut gemeintem Engagement, aber ohne sich jemals mit den Fakten auseinander zu setzen produzieren enthisiasmierte Studenten Panikszenarien.
Nüchterne Hinterfrager werden als korrumpierte Lobbies bezeichnet.
Ökonomische Systemzusammenhänge sowie mögliche gesamtgesellschaftliche Folgen spielen bei der Argumentation keine Rolle, und werden als "kaptialistische Ideologien" abgetan ...
Ebenso wie bei Atomkraft werden bei Gentechnik beliebig immaginäre politische Interessen völlig unpolitischer Kleinbürger erfunden.
... Hunderte Postings, Flyer und Demonstrationen werden in durchschaubare Propaganda-Strategien investiert."
allerdings leben wir im jahr 2007 und ich denke, dass angesichts der tragweite einer solchen entscheidung die frage nach der unbedenklichkeit von genmanipulierten pflanzen mehr als nur ein berechtigtes anliegen ist.
abgesehen davon: wozu brauchen wir diese pflanzen? wir produzieren mehr als genug lebensmittel für alle bewohner des planeten.
Naja, die Nahrungsmittel kömma ja net so leicht verteilen, dass die Gesamtmenge ausreichen würde, hilft ja grad bei (verderblichen) Lebensmittel net so viel.
Außerdem wäre es vielleicht eine Chance für die Bauern, die eh net grad zu den großen Gewinnern der Moderne zählen.
Aber was die Sicherheit betrifft, bin ich schon der selben Meinung wie Sie.
- Außerdem wäre es vielleicht eine Chance für die Bauern, die eh net grad zu den großen Gewinnern der Moderne zählen. -
Genau da setzen Konzerne wie Monsanto & Co an.
Der Bauer bzw, jeder Mensch, der ein Gärtlein und ein paar Tiere für seine eigene Nahrungmittelerzeugung hat, soll seiner Souveränität beraubt werden und in die totale Abhängigkeit getrieben werden. Die Methode dazu ist so einfach und überaus nachhaltig.
Der Konzern meldet PATENTE an und somit ist er quasi "Eigentümer" von Tier (z.b.Schweine) und Pflanze. Der Bauer "erzeugt" Nahrung und will sie verkaufen - ja alles in Ordnung - aber VORHER bitte die PATENTRECHTE klären, da im "eigenen" Pflänzchen/Tier leider Gene eines Patents gefunden wurden. "Erzeuger" ist enteignet!!!
Die Intention der Kapital-Ideologen ist mE das Problem.
Die sehen das "Genklump" als funktionierendes Instrument der Geldquelle. Die wissen zu genau, dass man einmal sich ausgebreitete, PATENTIERTE Gene nicht mehr einfangen kann. Sprich einmal losgetreten, nicht mehr rückgängig machbar.
Die Konsequenzen auf die Umwelt sind denen "wurscht". Der Bauer wird per "Gesetz" zum Dieb des patentierten "Klumps" erklärt und somit ist sein Geld schon beim Patentinhaber. Genau das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Ein Selbstläufer in der Geld- und Machtgewinnung. Dem Menschen wird per NLP und PR weisgemacht, dass mit Genprodukten das Ernährungsproblem der Welt "gelöst" werden kann.
Googlen sie mal nach Monsanto und Broccoli - sie werden entsetzt sein.
Ich habe einen Nick. Danke schön.
Wenn keine stichhaltigen Argumente zur Verfügung stehen, ist es im Standard üblich, jemandes Nick ins Lächerliche zu ziehen, ihn / sie zu beschwichtigen, unter mehreren Nicks zu posten, oder seine / ihre Authetizität / Kompetenz / geistige Gesundheit in Frage zu stellen. Zeugt wiederum von enormer geistigen Reife des Postenden.
Was ist ihr Begehr, werter Martin vom Dach?
- Ist es ein sachlicher Beitrag zur Diskussion (Thema: Drei Genmais-Sorten vor EU-Zulassung)?
- ist es die Diffammierung und Lächerlichmachung der Meinung eines Menschen ( MICH? ;-)))))?
- ist es die unbeherrschbare und deutlich zum Ausdruck gebrachte Emotion über einen Andersdenkenden, dem sie leider nicht den Mund verbieten können?
- ist es gar etwas anderes als von mir oben angesprochenes?
Was es auch ist, sie dürfen und können sich jederzeit erklären, aber bitte okktruieren sie mir nicht ihre Gesprächskultur und ihre Überzeugungen auf. Dieses Unterfangen ist sinnlos.
Jeder Mensch hat die Freiheit sich selbst ein Bild zu machen und bestimmt seine Werte/Überzeugungen/Weltbilder selbst.
"- Ist es ein sachlicher Beitrag zur Diskussion (Thema: Drei Genmais-Sorten vor EU-Zulassung)?"
Ja
"- ist es die Diffammierung und Lächerlichmachung der Meinung eines Menschen ( MICH? ;-)))))?
-...
-..."
Nein.
Darf ich die Frage zurückspielen?
Ist dieses Zitat ein sachlicher (!) Beitrag zur Diskussion?
"Die Intention der Kapital-Ideologen ist mE das Problem.
... Dem Menschen wird per NLP und PR weisgemacht, dass mit Genprodukten das Ernährungsproblem der Welt "gelöst" werden kann. "
Und wenn ein sachlicher Beitrag offenbar nicht Ihr Begehr ist, was ist Ihr Begehr dann?
Gefühlte Hilflosigkeit gegen "Mächtige" ausdrücken?
Und wenn ja, warum und wozu?
Wer zwingt Sie etwas zu kaufen, was Sie nicht kaufen wollen?
Danke für den Tipp. Einiges davon ist mir bekannt. Engdahl und Co werden regelmäßig als wahnsinnige Paranoiker und Weltverschwörer difammiert -
"Taktik" Nr.1 der Kapital-Ideologen. Leicht zu durchschauen und nachzulesen auch bei Heinrich Wohlmeyer, übrigens ein renommierter Manager, der die Dinge zum Glück etwas differenzierter sieht:
http://www.vabene.at/collect/a... /183_X.htm
Der gute Mann hatte einen einzigen privatwirtschaftlichen Job (direkt nachm Studium, in einer Landgenossenschaft im Waldviertel).
Von da an war er immer nur Kammerfunktionär, Landwirtschaftspolitiker und (übrigens via schwarzem Proporz) in diversen Gremien der verstaatlichen Industrie eingesetzt.
Jetzt tingelt er durch diverse Gemeindesäle und Unis, und erkärt wissbegierigen jungen Leuten, wie die große Welt des Managements wirklich funktioniert.
Ich finde eine kritische Haltung gegenüber Technologien sehr sehr wichtig.
Totalverweigerng wäre genau so falsch wie völlig unkritisches Ja-Sagen.
Aber seine Role-Models und "Zeugen" sollte man sich imho schon ein bisserl sorgfältiger aussuchen, sonst macht man sich ja lächerlich.
Zitat "Martin vom Dach":
*Nüchterne Hinterfrager werden als korrumpierte Lobbies bezeichnet.
Ökonomische Systemzusammenhänge sowie mögliche gesamtgesellschaftliche Folgen spielen bei der Argumentation keine Rolle, und werden als "kaptialistische Ideologien" abgetan ...
*
Zitat "altdenkerfeingeistetc.":
*Wenn Kapital-Ideologen bereit sind...*
Danke für die Bestätigung.
Ich glaube, mein Sammelband scheint sich schon empirisch erwiesen zu haben :-)
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