Berührender Abschied

25. September 2007, 18:46
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Joe Zawinuls Sohn bei der Beerdigung der Jazz-Größe: "Tollsten Vater, Ehemann, Freund, Großvater", der auch in den Tagen vor seinem Tod seinen Humor nicht verloren hat

Als "tollsten Vater, Ehemann, Freund, Großvater", zudem als "Semmelknödelmeister, Liptauergenießer, Erdäpfelliebhaber", der auch in den Tagen vor seinem Tod seinen Humor nicht verloren habe, bezeichnete Erich Zawinul seinen Vater Joe. Erich und seine Brüder Ivan und Anthony Zawinul nahmen samt Familien gestern im Rahmen der Trauerfeier am Zentralfriedhof bewegt Abschied vom Weltstar aus Erdberg, der am 11. September 75-jährig in Wien gestorben ist.

Mit ihnen eine große Gemeinde von Musikern, Wegbegleitern und Fans. Es spielten die Mitglieder des Zawinul Syndicate, weiters Hans Salomon und Toni Stricker, Sabine Kabongo intonierte Duke Ellington's "Come Sunday". Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny würdigte in seiner Trauerrede Zawinul, der ein Ehrengrab der Stadt Wien erhält, als Kämpfer gegen Rassismus, für den nicht Hautfarbe, sondern Musik zählte.

Carole Alston verlas den berührenden Abschiedsbrief Joe Zawinuls an seine am 26. Juli verstorbene Ehefrau Maxine: "Please wait for me at heaven's gate. I will be there soon."(Printausgabe/DER STANDARD, 26.09.2007)

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    foto: ch. fischer
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