"Gegen die Anonymität, für die individuelle Förderung"

28. September 2007, 14:29
5 Postings

Warum sich zukünftige LehrerInnen für die kirchliche Ausbildung entscheiden sollen, erklärt KPH-Rektorin Greiner im Gespräch mit derStandard.at

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Kirchliche Pädagogische Hochschulen(KPH) nicht sehr von den staatlichen: Sie wurde vom Unterrichtsministerium als private Hochschule anerkannt. Dennoch muss sich die KPH an die selben Regelungen halten wie andere PHs. Warum sollte man sich als zukünftige Lehrkraft also für die kirchliche Ausbildung entscheiden? "Bei uns stehen die einzelnen Studierenden im Mittelpunkt", betont die Rektorin Ulrike Greiner im Gespräch mit derStandard.at.

"Groß und komplex"

An den drei Standorten der KPH in Wien – Wien-Strebersdorf, Wien-Gersthof und Krems-Mitterau - ist das gesamte Spektrum der PflichtschullehrerInnen-Ausbildung sowie die Ausbildung zu ReligionslehrerInnen für katholische, evangelische, altkatholische und orthodoxe Religion untergebracht. Greiner hält ihre PH deshalb für die "größte und komplexeste des Landes." Im Oktober starten rund 400 Studierende ihre Ausbildung, das Aufnahmeverfahren ist noch am Laufen.

Neben den Bachelorstudien bietet die KPH außerdem bereits ab Herbst ein fortbildendes Masterstudium an. Weitere Fortbildungslehrgänge sollen in den nächsten Jahren folgen. "Wir planen unter anderem einen Lehrgang für Hochschuldidaktik in Kooperation mit der Uni Wien", verrät Greiner. Außerdem entwickle man Kompetenzzentren in Kooperation mit Hochschulen in Schwäbisch-Gmünd und Luzern. Zu den Schwerpunkten zählen Politische Bildung, Begabtenförderung und Grundschuldidaktik.

Zielgruppe mit Migrationshintergrund

Wie die Klientel aussehen wird, "wird sich in den nächsten Jahren erst herauskristallisieren". Sie erwartet aber vor allem Studierende mit orthodoxem und Migrationshintergrund. "Wir verbinden kulturelle, soziale und religiöse Bildungsfragen mit der allgemeinen Bildung", fasst Greiner zusammen.

"Gegen die Anonymität, für die individuelle Förderung", ist Greiners Leitspruch – nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Organisation: "Eine klare, transparente Linie und flache Hierarchien sind uns wichtig." Immerhin verfügt die KPH über ein Stammpersonal von 150 MitarbeiterInnen, mit den externen sind es über 300. Für die Rektorin bedeutet der Oktober einen "völligen Neuanfang. Wir sind eine Hochschule, die es zu entdecken gilt", spricht Greiner zukünftige Studierende an. (Elisabeth Oberndorfer/derStandard.at, 26. September 2007)

Link
Die Inskription für das kommende Studienjahr ist noch bis 1. Oktober möglich. Mehr zur Anmeldung auf der Homepage der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien
  • Ulrike Greiner ist seit September 2006 Gründungsrektorin der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien.
    foto: kph wien

    Ulrike Greiner ist seit September 2006 Gründungsrektorin der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien.

Share if you care.