Durchdrehen, wörtlich

17. Oktober 2007, 14:37
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Videoinstallation der Künstlerin Katharina Lackner in Steyr zeigt Veränderungen der sogenannten "Normalität"

Durchdrehen wird hier wörtlich genommen. Die Videoarbeit von Kathi Lackner zeigt anhand von drei Situationen wie durch Drehen die Wahrnehmung verändert werden kann. Die Protagonistin verhält sich "abnormal" und spürt am eigenen Leib die physische Veränderung nach intensiven Drehungen oder dem Kraftaufwand wie bei dem Kinderspiel einen Hügel hinauf, anstatt hinunter zu rollen.

Weiters wird eine der Sequenzen digital gedreht, rückwärts abgespielt und durch einen "realen" Eingriff, nämlich dem Drehen des Monitors auf den Kopf, die Wahrnehmung getäuscht. Doch nicht nur der Protagonistin, auch dem/der BetrachterIn kann schwindlig werden. Kathi Lackner geht es hier um die Frage, was "normal" ist und was mit Situationen geschieht, wenn sie von einem anderen Punkt aus betrachtet werden, ihnen eine kleine Veränderung wie eine Drehung widerfährt, aber auch um die Lust am "Schwindel".

Es handelt sich um den zweiten Teil der Reihe "Kunst<>Psychiatrie II" - eine Kooperation der Abteilung Psychiatrie am Landeskrankenhaus Steyr und dem KunstRaum Goethestraße xtd Linz, pro mente OÖ.

Ausstellungsdauer bis 3. Dezember 2007. Informationen über die Künstlerin finden Sie unter www.kathilackner.net. (red)

  • Bild aus der Videoinstallation
    foto: lackner
    Bild aus der Videoinstallation
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