Forderungen: Universal Music könnte Apple den Rücken kehren

25. Oktober 2007, 11:01
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Medienkonzern möchte mehr Geld aus iTunes-Verkäufen - Vivendi-Chef bestätigt Gespräche mit Alternativ-Plattformen

Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy teilte diversen Pressevertretern nun mit, dass die Universal Music Group (UMG) künftig mehr Geld mit den - bei iTunes angebotenen - Liedern verdienen wolle. "Wir benötigen ein differenziertes Preissystem", meinte Levy auf dem Treffen.

Forderungen

Bei einer Neugestaltung der Preise bezog sich der Chef des Medienkonzerns vor allem auf ältere Musiktitel. So könne man etwa für einen aktuellen Musikhit nicht gleich viel Geld verlangen wie für einen, der vor etwa 30 Jahren erschienen ist. Auch sei ihm die Umsatzbeteiligung allgemein zu gering. Zur Zeit würde Apple rund 30 Prozent an Umsatz für jeden Titel einstreichen, UMG blieben dadurch nur 70 US-Cents pro Song.

Wechsel

Auch verlautbarte er, dass man bereits im Gespräch mit anderen Online-Vertriebsplattformen sei und man zu einem Wechsel bereit wäre, würde Apple den Forderungen nach einer Preiserhöhung nicht nachkommen. "Wir sind derzeit in einer Phase, in der sehr viele verschiedene Akteure in Kontakt miteinander stehen und wir befinden uns nicht nur in Gesprächen mit Apple", sagte Levy wörtlich. Die Flexibilität zu einem Wechsel sei außerdem dadurch geboten, dass der Vertrag mit Apple alle 30 Tage erneuert werden müsse.

Ähnliche Forderungen für den Videobereich von iTunes stellte auch NBC Universal vor wenigen Wochen. Da Apple den Forderungen des Konzerns nicht nachkam wechselte dieser zu Amazons Videovertriebsplattform. (red)

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    screenshot: derstandard.at
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