32 Studien an vier Standorten

25. Februar 2008, 12:35
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Oberösterreich führt im bundesweiten FH-Ranking - Rund 4000 Studenten absolvieren derzeit eine FH-Ausbildung in Hagenberg, Steyr, Linz und Wels

Oberösterreich ist das Land der Fachhochschulen. Mit 32 Studienrichtungen, davon 23 Bachelor-, acht Master- und ein Diplomstudiengang, in den Bereichen Informationstechnologie, Wirtschaft, Technik, Umwelt, Energie, Management, Soziales und Gesundheit an vier Standorten kann sich das Land ob der Enns als größter Fachhochschulleiter Österreichs behaupten. Rund 4000 Studenten absolvieren derzeit eine FH-Ausbildung in Hagenberg, Steyr, Linz und Wels.

In den Um- und Ausbau der einzelnen Standort steuerte das Land in den letzten Jahren rund 66 Millionen Euro zum Ausbau und Umbau bei. Der Softwarepark Hagenberg und die FH Steyr, spezialisiert auf managementorientierte Studiengänge, konnten bereits 2004/05 ein neues Gebäude beziehen. Die FH Wels mit acht technischen Studiengängen eröffnete im Oktober, der Standort Linz mit Schwerpunkt auf soziale Studienrichtungen folgte im November 2005. Große Unterschiede zwischen FH-Studenten und Uni-Absolventen sieht Gerald Reisinger, Geschäftsführer der oberösterreichischen Fachhochschulen nicht: "Grundsätzlich glaube ich, dass sich der klassische Fachhochschüler nicht wirklich wesentlich vom Universitätsstudenten unterscheidet. Vielleicht höchstens dahingehend, dass die Absolventen der FH tendenziell stärker praxisorientiert sind und eine Karriere in der Wirtschaft bzw. Industrie anstreben", glaubt Reisinger im Standard-Gespräch. Tendenziell könne man sagen, je manifestierter der Berufswunsch zum Zeitpunkt des Studieneintrittes bereits ist, umso eher würden die jungen Menschen zu einer fachgerichteten Ausbildung tendieren, so der Geschäftsführer.

Die Vorteile der FH gegenüber den Universitäten seien auch gleichzeitig die Nachteile der FH gegenüber den Unis und würden eng mit der weiteren beruflichen Ausrichtung sowie dem Persönlichkeitstypus zusammenhängen. "Wo eine straffe Organisation erwünscht oder erforderlich ist, in der Durchführung des Studienbetriebes oder wo die Praxisausrichtung gegenüber der akademischen Ausbildung im Vordergrund steht, hat die FH einen Vorteil", ist Reisinger überzeugt.

In Konkurrenz mit den Universität will der Geschäftsführer die Fachhochschulen dennoch nicht sehen: "Eher ein sportlicher Wettkampf. Aber einer, der über die Qualität der Ausbildung ausgetragen wird. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern haben wir es in Oberösterreich geschafft, eine sinnvolle Koexistenz zwischen FH und Uni aufzubauen". (mro/DER STANDARD Printausgabe, 25. September 2007)

  • Der Bildungsweg nach oben führt in Oberösterreich für 4000 Studenten über eine von vier Fachhochschulen.
    foto: fh oö

    Der Bildungsweg nach oben führt in Oberösterreich für 4000 Studenten über eine von vier Fachhochschulen.

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