Generalversammlung: Redemarathon startet in New York

25. September 2007, 16:28
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Start mit Rede von US-Präsident Bush - Österreich durch Gusenbauer und Plassnik vertreten - Auftritt Ahmadinejads mit Spannung erwartet - mit Video

New York - Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kommen am Dienstag in New York zur jährlichen Generalversammlung der Vereinten Nationen. Am Beginn des siebentägigen Redemarathons spricht US-Präsident Bush. Mit besonderer Spannung wird der Auftritt des iranischen Präsidenten Ahmadinejad erwartet. Österreich ist durch Bundeskanzler Gusenbauer und Außenministerin Plassnik vertreten.

Zahlreiche Gruppierungen haben Proteste gegen das Erscheinen Ahmadinejads angekündigt. Sein Land ist wegen seines umstrittenen Atomprogramms mit UNO-Sanktionen belegt.

Merkel will neuen Anlauf zu Reform des Sicherheitsrates

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zudem für einen neuen Anlauf zu einer umfassenden Reform der Vereinten Nationen ausgesprochen. "Wir brauchen insbesondere eine Reform des Sicherheitsrates", sagte sie am Montagabend nach einem Gespräch mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York. Am Dienstag wird Merkel erstmals vor der UNO-Generalversammlung sprechen.

2004 hatten Deutschland und Japan gemeinsam mit Brasilien und Indien eine Initiative für eine Erweiterung des UNO-Sicherheitsrats gestartet, die ständige Sitze für die vier Staaten in dem wichtigsten UNO-Gremium vorsah. Die Anstrengungen blieben erfolglos. In den letzten Monaten war es ruhig um das Thema geworden.

Sondersitzung über Afrika

Am Rande der Generalversammlung kommt der Weltsicherheitsrat unter Vorsitz des französischen Staatspräsidenten Sarkozy zu einer Sondersitzung über Afrika zusammen. An der Sitzung will auch Bush teilnehmen. Voraussichtlich wird dabei über eine europäische Friedenstruppe an der Grenze zwischen dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik entschieden.

Gusenbauer absolviert am Rande der Vollversammlung bilaterale Treffen u.a. mit den Präsidenten von Kasachstan, Nursultan Nasarbajew, und Serbien, Boris Tadic. (APA)

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