Lehrer hat Abi-Arbeiten manipuliert - "Wink vom lieben Gott"

11. Februar 2008, 08:49
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Lehrer hatte unter Mitwirkung der Schüler nachträglich Mathematik-Arbeiten verbessert - Nun steht er wegen Urkundenfälschung vor Gericht

Augsburg - Ein 51-jähriger Oberstudienrat muss sich nun wegen der Manipulation von Abiturarbeiten in vier Fällen vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Er hatte teilweise unter Mitwirkung der Schüler im Mai 2006 nachträglich die Mathematik-Arbeiten verbessert.

"Emotionaler Ausnahmezustand"

Der Lehrer sagte zu Prozessbeginn, es habe sich bei ihm damals um einen "emotionalen Ausnahmezustand" gehandelt. Er sei erschöpft, niedergeschlagen und ausgelaugt gewesen. Als religiöser Mensch habe er es als "Wink vom lieben Gott" empfunden, den Schülern zu helfen. Der Lehrer ist wegen Urkundenfälschung angeklagt. (apa/dpa)

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    Zweifelhafter Engel auf Erden - Ein religiöser Lehrer hat es als "Wink vom lieben Gott" empfunden, den Schülern durchs Mathe-Abi zu helfen. Jetzt steht er wegen Urkundenfälschung vor Gericht.

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