"Citybikes" werden beliebter

21. September 2007, 13:00
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35.000 mehr Nutzer registriert als im Vorjahr - Ausdehnung auf ganz Wien geplant

Wien - Beim Wiener Gratisradsystem Citybike läuft es rund: 110.000 Nutzer sind mittlerweile bei dem Projekt der Stadt und der Gewista registriert - 35.000 mehr als im Vorjahr. Diese legen jährlich rund eine Mio. Kilometer mit den Gratisrädern zurück.

Den Nutzern stehen dabei 1.030 Abstellplätze an 54 Stationen zur Verfügung. Anlässlich des europaweit Autofreien Tages am kommenden Samstag wird am Siebensternplatz im Bezirk Neubau ein weiterer Standplatz eröffnet. Damit sei die Versorgung der Gürtel-Innenbezirke garantiert, unterstrich die Gewista am Freitag in einer Aussendung.

Park-Geld für Räder

Als nächstes werden die Außenbezirke für die Expansion ins Auge gefasst. Ein Probebetrieb mit drei Stationen in Meidling verlief positiv. "Das Citybike-Netz soll langfristig auf alle Bezirke ausgedehnt werden", unterstrich Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker, der dafür Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung einsetzen will.

Zugleich entwickelt sich das Wiener Gratisradsystem zum Exportartikel: 13 Städte haben das System bereits übernommen, darunter Paris und Brüssel. Für Graz und Klagenfurt laufen derzeit Machbarkeitsstudien. In ganz Europa sind somit 32.000 Citybikes unterwegs.

Davon profitiert die Gewista, zumal sich auf diese Weise auch das von ihr entwickelte Abrechnungs- und Überwachungssystem für die Räder als Exportschlager entpuppt. Die Analyse von Geschäftsführer Karl Javurek fällt dementsprechend eindeutig aus: "Das Citybike wird damit zum Door Opener und Businessmotor für die Out of Home Expansion." (APA)

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    foto: derstandard.at/bürger
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