Hauptwärmer

Redaktion, 26. September 2007, 17:00
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    Der deutsche Polarforscher Alfred Wegener (1880-1930) auf einer Grönland-Expedition - undatiertes Archivfoto.

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    Kind mit Kapuzen-Anorak

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    Spätmittelalterliche Gugel aus Wollfilz

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    foto: www.per-aspera.de/

    Moderne Gugel des 21. Jahrhunderts

Seit der Bronzezeit ist die Kapuze als Wetterschutz bekannt - Als Gugel war sie modische Kopfbedeckung des Mannes im Mittelalter

Eine geniale Erfindung, überaus praktisch und derzeit wieder sehr in Mode. Die Kapuze kann bei plötzlichem Kälteeinbruch, Regen, Schnee oder Wind gute Dienste leisten. Haube, Hut oder Schirm müssen nicht eigens mitgeführt werden. An allen möglichen Kleidungsstücken befestigt, wird die Kapuze seit Jahren an Shirts und Sweatern, klassisch an Mänteln (Dufflecoat) und Jacken wieder öfter gesichtet. Besonders in der Sportkleidung ist sie häufig anzutreffen. In den 1970er-Jahren waren Kapuzenkleider - die Kapuzen oft in kontrastierenden Stoffen und Farben - besonders en vogue.

Zweckmäßige Umhangkleidung

Die Kapuze (spätlat. "cappa", mhd. "kappe" oder "zipfel", ital. cappucio) ist erst um 1500 aufgekommen. Eine separate Kapuze als Kopfbedeckung findet sich jedoch bereits im Altertum bei den Persern und Skythen. Seit der Bronzezeit (1800 - 750) war die Kapuze an ein Überwurfgewand, dem späteren Kapuzenmantel, angeschnitten und diente als Wetterschutz. Hinweise dafür bestehen beim keltischen "Bardocucullus", beim gallischen "Cucullus" sowie beim römischen "sagum cucullatum" und "caracalla", die in ihrer Form der griechischen "chlamys", einem viereckigem grobem Stück Wollstoff entsprachen, das über die linke Schulter gelegt und auf der rechten Schulter mit einer Fibel oder Schnalle geschlossen worden ist. Bei den Römern soll übrigens das An- bzw. Ablegen des "sagum" Kriegserklärung bzw. Friedensschluss bedeutet haben.

Gugel mit Goller

In der frühen Eisenzeit diente die Kapuze aus Fell Bergleuten als Kälteschutz. "Kukka", später Gugel genannt, ist somit eines der ältesten Zeichen einer Arbeitskleidung. Die Gugel mit schulterbedeckendem bis umhangartigem Kragen, dem sogenannten "Goller" oder "Koller", der sich aus dem "cucullus" entwickelt hat, wurde von Bauern, Jägern und auch Reisenden getragen und war lange Zeit modische Kopfbedeckung des Mannes. Aus leuchtenden Stoffen, bestickt und mit Perlen sowie Edelsteinen verziert, war die Gugel ab den 1360er-Jahren auch für Frauen höheren Standes in Mode. Als der Kapuzenzipfel allmählich länger und zur schwanzartigen Sendelbinde mutiert ist, nannte man diese Form "geschwänzte Gugel".

Nach 1360 setzte sich die Gugel als turbanähnliche Kopfbedeckung unter den Begriffen "cappuccio", "chaperon" und "Sendelbinde" allgemein durch. Erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts kam sie aus der Mode und war vereinzelt lediglich in der Jagd- und Bauernkleidung sowie als Narrenkappe anzutreffen. Im 15. Jahrhundert lebte sie als Vorbild für die im Haus getragene Zipfelmütze des Mannes kurzzeitig auf.

Bis ins 21. Jahrhundert hinein haben sich Kapuzen in unterschiedlichen Formen gehalten: im "Roquelaure" um 1800, in der "Kalesche", einer Kapuzenhaube für die Frau, im "Burnus" in der Mitte des 19. Jahrhunderts und bei modischen Kapuzenformen bis heute. (dabu)

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Ava Tar
00
27.9.2007, 04:48
Das ist keine Kapuze - sondern ein getarntes Kopftuch ;o)


Deshalb das Revival - die pösen Islamisten wollen sich bekopftüchern, ohne daß Supermann HC Strache in seinem zahntechnischen Kampfanzug das mitbekommt !

Besonders
arg ist die Variante, wo's Kopftuch in ein Burschenschaftskappl eingearbeitet ist - der leitkulturtreue Fahnenschwingerdepp glaubt alles in Ordnunk, ein Budenbruder - aber in Wahrheit nur terroristische Irreführung !

Wie das geht ? Nun, in Burschenschaftskappln findet die Kopftuchkapuze im Hohlraum zwischen Kapplfutter und der Kauleiste des Trägers Platz - dort wo normale Menschen das Gehirn haben.

Besondere Exemplare bringen dort sogar ein Zweimannzelt unter, falls sie sich beim Gotcha-Spielen irrtümlich mit'm Holzknüppel in die Go hauen & ein Sanitätszelt brauchen.

Arminius
00
26.9.2007, 19:52

Und was ist mit den Hoodies?

C K
00
27.9.2007, 12:42
Was soll mit ihm sein?

Schulen in Kanada und den USA versuchen dieses Kleidungsstück von den Schulen zu verbannen, weil die Kameras in den Gängen nicht mehr den Träger identifizieren können.

t 3
 
00
27.9.2007, 09:38
wird behandelt unter

"...derzeit wieder sehr in mode ... an allen möglichen kleidungsstücken befestigt ..." - sweater wir sogar im text genannt, der hoodie kommt ja vom sweater. und der rest des textes handelt von historischem.

muss ... oberleherermodus ... jetzt ... wieder ... be-enden ... beenden ...

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