Filmfonds Wien fördert 15 Projekte

19. September 2007, 15:24
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Zur dritten Jurysitzung des Jahres waren 38 Projekte eingereicht – 15 davon erhalten Herstellungs- bzw. Projektentwicklungsförderung

Bei der dritten Jurysitzung des Filmfonds Wien, bestehend aus Catherine Buresi, Christine Dollhofer, Andrea Ernst, Eric Pleskow und Peter Zawrel, wurde die Gesamtfördersumme von 1.081.135,- Euro ausgesprochen. Insgesamt 15 von 38 eingereichten Projekten erhalten entweder eine so genannte Herstellungsförderung oder Gelder zur Projektentwicklung

Herstellungsförderung

Marco Antonazzis Erstlingswerk Kleine Fische (Novotny & Novotny) erzählt die Geschichte zweier vermeintlich sehr unterschiedlicher Brüder, die, ausgelöst durch den Tod ihres Vaters, gemeinsam das kleine Fischgeschäft übernehmen.

Die Autobiografie der in Wien lebenden UN-Botschafterin Waris Dirie Desert Flowers wird von Sherry Hormann in einer internationalen Co-Produktion mitreißend umgesetzt, österreichische Produktionsfirma ist die Dor Film.

Die bekannte Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist setzt gemeinsam mit der coop99 das zeitgenössische Märchen Pepperminta um.

Die Geheimnisse der Hauptstadt von Brasilien sollen im Thriller 21 unter der Regie von Edgar Honetschläger ergründet werden, es produziert dessen Firma Edoko Institute Film Production.

In die moderne Welt des Food Design entführt die gleichnamige TV-Dokumentation von Martin Hablesreiter (Geyrhalter Filmproduktion) während Kurt Ockermüller in der ebenfalls fürs Fernsehen geplanten Dokumentation Der Rote Priester – Don ANtonio VIvaldi den venezianischen Komponisten portraitiert (epo-film).

Eine Auseinandersetzung mit der Figur des Muezzin, jener Figur, die im Islam fünf mal täglich zum Gebet aufruft, soll in Sebastian Brameshubers Dokumentation stattfinden, produziert wird von Gabriele Kranzelbinders neuer Firma KGP.

In Berts Euro '08 begleitet Georg Steinböck einen Fußballfan auf der nächstjährigen Europameisterschaft (Bonus Film).

Junge Männer vom Balkan, die in Wien ihnen völlig fremde Frauen heiraten und die Schicksale und Beweggründe dahinter – das ist Thema der TV-Dokumentation Cash & Marry von Atanas Georgiev, welche die Mischief Films gemeinsam mit Kroatien und Mazedonien produziert. Außerdem erhielt die Mischief Films für die Herstellung des Dokumentarfilms Muhammad Assad – The Lion's Journey unter der Regie von Georg Misch eine Mittelerhöhung.

Projektentwicklungsförderung

Das Weiße Band, so der Titel des neuen Werkes von Michael Haneke (Wega Film) beleuchtet die seltsamen Vorgänge in einem protestantischen Dorf im Norden Deutschlands am Vorabend des Ersten Weltkrieges.

Ein echter Wiener geht nicht unter und daher sollte es also nicht verwunderlich sein, dass wir 30 Jahre danach wieder das "Vergnügen" mit den Sackbauers haben – Echter Wiener von Ernst Hinterberger wird von Bonus Film produziert.

Nach ebenfalls längerer Abwesenheit kehren Plachinger und Kirchhoff auf die Leinwand zurück – Franz Novotny und Gustav Ernst arbeiten an Exit III (Novotny & Novotny).

Die Auswirkungen von Online-Games wie Second Life oder World of Warcraft auf das reale Leben der Spieler beleuchtet der Dokumentarfilm Homo Ludens Online von Daniel Moshel (Eidolon Entertainment).

Um ein völlig anderes Spiel, nämlich das Inszenieren eines Musicals an einem Sonderpädagogischen Zentrum, dreht sich hingegen die Doku Wir machen das Spiel von Tristan Sindelgruber und Angelika Schuster (Tristan Sindelgruber Film). (red)

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    foto: photodisc
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