Arabische Vorherrschaft, Antikolonialismus und drei Präsidenten

Christa Hager, 7. Jänner 2008, 10:35

Ein kurzer Abriss über die wichtigsten Eckdaten und Ereignisse in der Geschichte des Landes - Eine Chronologie

Kenia zählt zu den bedeutendsten Fundstätten für „Vorfahren des modernen Menschen“. Archäologen gehen davon aus, dass Homo habilis und Homo erectus vor 2,6 Millionen Jahren in Kenia lebten.

 

 

Foto:APA/EPA/STEPHEN MORRISON
Fossile Funde im Nationalarchiv in Nairobi

 

Kuschitischsprachige Völker aus Nordafrika kommen ungefähr 2000 v. Chr. ins Gebiet des heutigen Kenias, im Verlauf des ersten Jahrtausends n. Chr. Nilotisch- und Bantusprachige Völker.

Ab dem 7. Jahrhundert knüpfen arabische und persische Händler Handelskontakte mit der ostafrikanischen Küste, einige von ihnen lassen sich dort nieder. Die arabischen Staaten beziehen vor allem Holz, Elfenbein, Gold und Sklaven aus Ostafrika.

An der Küste entsteht eine Kette von Handelsstädten, die eng mit der arabischen Welt verbunden ist und von dort den Islam übernimmt. Die Städte an der Küste erleben um rund 1300 ihre Blütezeit: Moscheen und prächtige Häuser der örtlichen Eliten werden errichtet. Einige Städte prägen auch ihre eigenen Münzen. Die wichtigsten Zentren sind Malindi und Mombasa. Ausdruck der afrikanisch-arabische Mischkultur ist die gemeinsame Sprache Kiswahili (von arabisch sawahil, "Küsten"), eine Bantusprache mit zahlreichen arabischen Lehnwörtern, die zunächst mit arabischen Buchstaben geschrieben wird.

 

Foto:APA/EPA
Moschee in Mombasa

 

Ab dem 15. Jahrhundert besiedeln Bantuvölker von Nordwesten und von Süden her das Gebiet des heutigen Kenias, darunter die Kikuyu. Sie siedeln sich vor allem in den fruchtbaren Gebieten im zentralen Hochland an.

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Kommentar posten
24 Postings
Helifex
00
Sklaven und Kaiser

Ja, und noch etwas. Was sagt Paulus zu meinem Sklavendasein? Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist! No super.

ögust
00
Apostel Paulus war Verteidiger der Sklaverei

auf ihn beriefen sich u.a. die frommen Süd-Staatler der USA. Da auch Jesus zur Sklaverei schwieg, galt dieselbe bis Abraham Lincoln als "gottgewollt".
Der Islam hat das Gottgewollte nahtlos übernommen.

Fritz Wunderlich
00

Nein, Araber hielten sich Sklaven vor Mohammed.

Ava Tar
21
Eine kurze Geschichte des Staatswesens

"...sind auf afrikanische Arbeitskräfte angewiesen. 1902 werden Steuern eingeführt. Sie sollen sicherstellen, dass die einheimische Bevölkerung auf Lohnarbeit angewiesen ist und dadurch als Arbeiter zur Verfügung stehen..."

Eigentlich unpackbar. Aber in Simbabwe beschweren sie sich über die Enteignung "ihrer" Gutherren-Anwesen.

Fritz Wunderlich
01

Abschaffung der Leibeigenschaft und Kapitalisierung des Bodens in Europa wäre für Sie eine Einführung zur Geschichte der europäischen Linken und zur entstehug des bürgerlichen Staates.

Sushi-Frass Fresser
23
25.12.2007, 12:02
Die arabischen Staaten beziehen ... Sklaven aus Ostafrika.

Das kann nicht stimmen! Das darf nicht stimmen! Nur Europäer und Amerikaner haben Sklavenhandel betrieben.

Dr. Seltsam
 
51

Natürlich haben auch die Araber Sklavenhandel betrieben. Die Dimension und die Brutalität sind aber mit dem Sklavenhandel der Europäer und Amerikaner nicht vergleichbar.

Fritz Wunderlich
01

Weil es dank einer moralischen und politischen Linken hinreichend Werke zum Westen gibt, aber keine weder in Quantität oder Qualität vergleichbare Literatur im islamischen Raum, kommen Sie zu einer solchen Aussage.

karcsi
 
01
die sie aber wegen dem fehlen dieser werke ja auch nicht widerlegen können.

aber es gab wohl auch nie etwas ähnliches wie die bevolkung von quasi 2 kontinenten (nord- und süd-amerika) mit sklaven, deshalb dürfte die these stimmen, dass die christen viel mehr sklaven hatten als die moslems.

und zum punkt unten: "Weltweit fallen jährlich circa 2,4 Millionen Frauen, Männer und Kinder dem Menschenhandel zum Opfer. Dies schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einer jüngst veröffentlichen Studie."

der gesamte transatlantische sklavenhandel betrug ca 16 mil. menschen in 2 Jhdten. (wirz, ein berühmter sklavereiforscher)

Fritz Wunderlich
00

Wegen Zensur ausgefallene Antwort

a grünes stricherl
 
21
ersten "war" durchaus vergleichbar .. und zweitens .. existiert immer noch.

Dr. Seltsam
 
21

Der Staat USA betreibt Freiheitsberaubung, tötet und foltert auch noch immer - ganz hoch offiziell!

Kiembeni
01
Genau

z.B. in Mali, Mauretanien etc.

karcsi
 
01
vor kurzem sagte eine uno-expertin in einer sendung,

dass es heute mehr sklaven gibt als je zuvor und zwar in den bordellen des westens - bzw in ihren touristengebieten (aber sicher nicht nur da, auch auf den kakao-plantagen der elfenbeinküste etc. (meine bemerkung)).

Fritz Wunderlich
20

Schiefe Argumentation.
Wobei Prostitution in arabischen Ländern ein Tabu ist, und gleichzeitig die sexulle "Enthaltsamkeit" funktionelle Homosexualität bei den Jugendlichen förderte, wie mir ein ägyptischer Freund vor zwanzig Jahren erzählte.
Allerdings stellt sich das in der ägyptischen Mittelschicht anders dar, nach einem Bericht einer ägyptischen Bekannten vor sieben Jahren.
Mein Freund kam aus einem Dorf im Nildelta. Er kehrte nach einem enttäuschende Jahr in Österreich wieder zurück.

Erwin Brandstetter
00

Was willst du uns mit vorgetäuschter Unwissenheit eigentlich sagen?

dd1213a12
04
Nur soviel

zum Sklavenhandel: den gab es seit Ur-Zeiten.
Und nicht nur in Afrika.
Auch die europäische Geschichte wäre ohne Sklaven nicht denkbar. Ohne Sklaven hätte es vermutlich kaum ein römisches Reich gegeben.

Sklavenhaltung ist ein dunkles Kapitel der Weltgeschichte, das in die Geschichtsschreibung relativ wenig Eingang gefunden hat - zumindest nicht den gebührenden. Da ist wohl der Mantel des Vergessens, Verdrängens daran schuld. Und Sklaven findet man in der heutigen Gesellschaft genauso, man nennt sie halt einfach anders.

Die Entvölkerung Afrikas durch den massiven Sklavenhandel nach Amerika ist jedoch ein eigenes Kapitel, bildet dieser nämlich neben der Kolonialisierung eine der Grundlagen des heutigen afrikanischen Dilemmas.

Helifex
10

Warum bildet der Sklavenhandel von damals das heutige Dilemma Afrikas? Das versteh ich nicht!

dd1213a12
01
Weil

der Sklavenhandel große Teile Afrikas entvölkerte, dadurch die Wirtschaft der afrikanischen Völker über Jahrhunderte hinweg nachhaltig beschädigte (die Basis war immer eine florierende Landwirtschaft), die Völker Afrikas gegeneinander aufbrachte und die Folgen des Sklavenhandels bis heute spürbar sind. Wieviele Millionen Afrikaner alleine nach Amerika verschafft wurden weiß ich nicht, die Zahl wird auch kaum zu eruieren sein.
Daß aber fast der ganze Kontinent jahrhundertelang darunter litt ist kein Geheimnis. Und die Wirtschaft eines ganzen Kontinents kann kaum eine ständige Entvölkerung verkraften.
Die darauf folgende Kolonialisierung tat ihr Übriges, daß sich der Kontinent so schwer erholt.

Cogito Ergo Dumm
00
13.4.2008, 21:01
Etwas präziser bitte.

Der europäische Sklavenhandel betraf vor allem West- und Zentralafrika (RDC+Angola). Ostafrika und auch Südafrika blieben davon weitgehend verschont, und im Norden saßen die Araber.

Die wirtschaftliche Auswirkung kann sich folglich auch nur dort bemerkbar machen.

dd1213a12
00
18.4.2008, 09:48
Nicht

der europäische Slavenhandel war der einzige. Die Araber waren am Sklavenhandel ebenso beteiligt - und deren Einfluß war schließlich bis ins nördliche Zentralafrika zu spüren.
Andererseits gab es in Ostafrika sehr wohl auch einen Sklavenhandel, dort wurden z.Bsp. für indischen Zuckerrohranbau Sklaven verschleppt. Und damit machte sich die wirtschaftliche Auswirkung des Sklavenhandels auch dort bemerkbar.
Ich habe schon von ganz Afrika gesprochen. Nur sind die Sklavengeschäfte im restlichen Afrika weniger gut dokumentiert und bekannt als jene Westafrikas.

Fritz Wunderlich
02

Der arabisch-osmanische Sklavenhandel ist bis jetzt nicht quantifiziert worden. Aber ausgehend vom Verbreitungsgrad, ganz Nordafrika, und historischer Dauer, also etwa 1200 Jahre, hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Europäer und die USA auf seinen Strukturen ihren extensiven Handel aufbauten.

emma goldman
00

...hat eher das image zerstört, durch nachfolgend sehr erfolgreiche us propaganda.

Fritz Wunderlich
00

Sie meinen jetzt den Kolonialismus, nehme ich an.

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