
Erfahrungen
Vor wenigen Monaten gründete Kaplan den Verein OLPC Austria zur Unterstützung des internationalen Projekts, aber auch, um damit in Österreich Erfahrungen zu sammeln. Rund ein Dutzend Personen sind dafür in Österreich aktiv und ehrenamtlich tätig.
"Die erste Frage von OLPC Cambridge" - dem Sitz des internationalen Vereins bei Boston - "war, warum wir ein Projekt für Entwicklungsländer in einem entwickelten Land starten wollen", erzählt Kaplan. "Aber wenn Entwicklungsländer sehen, dass es in entwickelten Ländern klappt, dann sind sie überzeugt, dass es gut sein muss." Man wolle demonstrieren, dass es "kein billiger Schrott ist, sondern das Beste, was es in diesem Bereich gibt", sagt Kaplan, der am Technikum Wien über Betriebssysteme lehrt und einer der "Funkfeuer"-Initiatoren war, einem experimentellen Funknetz für Onlinezugang.
170 Dollar
Der "100-Dollar-Laptop" (derzeit kostet das Gerät rund 170 Dollar, höhere Stückzahlen sollen bis Ende 2008 dazu führen, das Preisziel zu erreichen) wurde im Hinblick auf die Benutzung durch Kinder und die Umweltbedingungen von Entwicklungsländern gebaut: überaus robust, schlag- und spritzwasserfest, mit einem Display, das auch im Sonnenlicht exzellent zu lesen ist, der Möglichkeit, über einen kleinen angeschlossenen Handgenerator das Gerät wieder aufzuladen, und einem Mesh-Funknetzwerk, bei dem jeder Laptop mit jedem anderen ein Netz und so seine eigene Infrastruktur bildet. Die Software, die weltweit entwickelt wird, soll sowohl von der OLPC-Initiative als auch von weiteren Open-Source-Communities kommen.
Software und Funktechnik machen den Laptop vom Start weg zu einem Werkzeug gemeinsamen Arbeitens: Auf dem Display sieht man jederzeit, wer (und welche Informationsquellen) sich im Umfeld befinden. Und jedes Programm, jedes Dokument, an dem jemand arbeitet, kann gleichzeitig von anderen bearbeitet werden, wenn es zum gemeinsamen Gebrauch freigegeben wird, erklärt Simon Dorner, der als Grafiker und Webdesigner bei OLPC Austria mitmacht.
"Neue Arten des Lernens zu finden"
"Neue Arten des Lernens zu finden" sei der Grund und das Ziel, warum jedes Kind seinen eigenen Laptop haben soll, erklärt Kaplan. Als Beispiel erzählt er von einer Klasse mit Zehnjährigen, die mithilfe von Software zur Simulation des freien Falls und unter Anleitung ihrer Lehrerin selbst dem Gesetz der Schwerkraft auf die Spur kommt: durch Experimente mit unterschiedlich schweren Körpern, die von einem Schuldach fallen gelassen und mit Video und Stoppuhr beobachtet werden, um anschließend mit der Simulationssoftware Bild um Bild analysiert zu werden, um zu verstehen, wie die Schwerkraft wirkt.
Dynamisch
"Bei Naturwissenschaften wird Lernen durch Software gut unterstützt, aber wie das zum Beispiel bei Sprachen oder Musik geht, das wollen wir herausfinden", beschreibt Kaplan. Das Projekt sei "dynamisch und kann in viele Richtungen gehen, die Verwendung des Laptops kann dann in Österreich ganz anders aussehen als in anderen Ländern."
Auch den Prozess der Entwicklung von Lernsoftware wolle man in Gang setzen, sagt Dorner. Dazu veranstaltet OLPC Austria einen weltweiten "activity challenge", einen Wettbewerb zur Erstellung von Lernsoftware - Sponsoren für Preise werden noch gesucht.

Für die heimischen Laptops hat Helga Schmidt von OLPC Austria eine coole Tasche designt (Bild) - die Schnittmuster-Software ist auf dem Gerät.
Für den Unterrichtssektor sei die Open-Source-Idee besonders interessant, erklärt Kaplan, da dadurch die Kosten für Softwarelizenzen sinken. Open Source öffne eine größere Plattform zur Entwicklung geeigneter Programme, die leicht weitergegeben und weiterentwickelt werden können.

Österreichische "One Laptop Per Child"-Initiative: Obmann Aaron Kaplan, Simon Dorner mit "XO".
Vorrangig sei jetzt die Suche nach Schulklassen, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen wollen, idealerweise mit Lehrern, "die eine Brücke zwischen der Informatik und dem pädagogischen Konzept schlagen können" (Kaplan). (Helumt Spudich, Der Standard, Printausgabe 15.9 .2007
Projekt um Nicholas Negroponte arbeitet an zukunftsweisendem One Laptop Per Child-Modell
Intel-Rechner werden von Portugal geliefert und sind Teil einer großen Bildungsinitiative
Spaniens Ministerpräsident Zapatero will ein Notebook für jeden Schüler und Internet in jeder Klasse
Teilnehmende Länder haben sich schlussendlich alle für Linux-Systeme entschieden - XO 1.5 mit vollständigem Fedora 11
5.000 Stück gespendet - Soll Zugang zu Wissen für künftige Generation erleichtern - Projekt steckt selbst in finanziellen Schwierigkeiten
laptops bzw pc´s in schulen in ausreichender stückzahl ( und nicht eine pc-klasse mit 10 veralteten geräten für eine ganze schule mit über 1000 schülern) sollte zumindest hierzulande schon LÄNGST SELBSTVERSTÄNDLICH sein. um so früher um so besser. denn ohne pc(kenntnisse) geht heute nichts mehr egal in welchem bereich/beruf.
ABER nicht so
das wir für das 100euro teil 400(!) euro zahln.
um 400 bekommt man besonders bei der stückzahl sicher bessere pc´s (muss bei uns ja kein laptop sein) als den.
schade um die gute idee und den humanitären aspekt aber auf die art wirds nix
Süßes Kästchen.....
Wo steht eigentlich etwas über die Kinder in der dritten Welt die das Gerät am dringensten brauchen? An welche Länder sollen wie viele Stück geliefert werden? Sind auch kriegsführende Nationen dabei? Falls ja, stellen wir Truppen zur Friedenssicherung? Was passiert mit der Infrastruktur (Stw. Internetanbindung) in diesen Ländern, damit die armen Kinder sich ein Bild von der großen weiten Welt machen können? Sind die Empfänger bereits mit allem notwendigen wie Lebensmittel, Kleidung und Unterkunft versorgt? Gibt es ausreichend Lehrpersonal vor Ort? Wenn nicht stellen wir welches? Was ist mit Lernsoftware in den jeweiligen Sprachen?
OPLC-Webseite unvollständig??????
Überall ist zu hören, dass unser Nachwuchs zuwenig Bewegung macht; neuere und neueste Erkenntnisse der Hirnforschung legen nahe, dass die differenzierte Ausbildung der Motorik die Grundlage für die Entwicklung des Gehirns darstellt; und immer mehr Lehrerinnen und Lehrern leuchtet ein, dass wirkliches Verstehen erst durch Be-Greifen im engeren Sinne des Wortes ermöglicht wird. Mit einem Wort: Es liegt auf der Hand, dass wir eine Pädagogik brauchen, die (in ALLEN Fachbereichen) das KÖRPERLICHE Erleben in den Mittelpunkt stellt. Und was geschieht? Unsere Kinder kriegen Laptops...
http://www.olpc.at/mediawiki... Contact_us
frau leererin *g*
sollten kinder den umgang mit rechnern lernen.
aber dinge wie "verstehen lernen" - oder "grundlagen begreifen" werden noch weiter ins hintertreffen geraten...
und unterricht hat absolut keinen sinn wenn man nicht lehrer zur verfügung hat die selbst was begreifen.
warum haben die meisten schüler mit einfachen - weil logischen! dingen wie mathematik und physik so ein problem?
weil die lehrer die sie unterrichten sollen selbst nichts VERSTANDEN haben sondern was auswendiggelerntes vorbeten !!!
erst mal mit dem geld ECHTE LEHRER ausbilden und nicht nur leerer!!!
Tja, ich als Techniker lache über die Lehramt-Natur"wissenschaftler".
Die Vorraussetzungen in einem Lehramt der Naturwissenschaften sind lachhaft. Das Trauige ist allerdings, dass diese Personen auf unsere Kinder losgelassen werden.
PS: Und didaktisch gesehen sind diese Personen ebenfalls oft Vollidioten.
nun sollen die schüler jeweils ein leistungsschwaches 178$ notebook bekommen.
wohlhabendere eltern werden ihren kondern aber natürlich gleich bessere geräte mit meh undbesserer software kaufen, ebenso auch privatschulen mit höherem budget.
dadurch werden solche schüler gegenüber anderen auch bessere möglichkeiten beim bewältigen ihrer aufgaben haben,und werden angenehmer und flotter arbeiten können, unabhängig von der natürlichen begabung und dem fleiß.
werden wir dann in hinkunft statt gymnasium, HS 1. und 2. klassenzug, einen intel-dualcore- und einen intel-celeron- klassenzug haben?
evt lesen sie sich ja nächstens doch mal ein bevor sie postings verfassen
1. der OLPC laptop kommt in österreich sowieso nicht flächendeckend, denn dann koennten die rot roten schulbuchverlage sofort zusperren
ich denke der probelauf dient nur dazu das ding tot zu machen
2. der OLPC laptop hat nichts mit einem "normalen" laptop zu tun. kein mash, keine groupwarefunktionen etc. ein "üblicher" laptop ist in ein OLPC laptop für den schulbetrieb (lehrer kann sich jederzeit in die kid-rechner einklinken) nicht verwendbar.
evt gibts ja später mal eine emulator wie sich ein windoof laptop da mit reinhängen kann, linux evt schon früher, aber dzt ist das kein thema
ich bin dafür das bei uns einzuführen. ist über 2 j. billiger als schulbücher ..
sie haben mich noch ned bruellen gehört ;-)))
und mal im ernst
kennen sie die schulbuch auswahlliste die die lehrer zur verfügung bekommen?
und kennen sie die preise die für die teilweise veralteten und tw lieblosest überarbeiteten originalausgaben aus 1956 gezahlt werden muessen (der beitrag der eltern ist ja nur ein "beitrag"..)
ich denke da gäbe es entwicklungspotential ...
was bringt dieses ding dann überhaupt?
wenn ich damit eh nicht wie mit einem normalen computer arbeiten kann?
bloß dass die kinder anstatt auf die tafel oder in ein buch dann auf den bildschirm gucken?
als reines lesegerät hätte es natürlich den vorteil dass ein datentransfer biliger kommt, als ein buch zu drucken.
aber wie sieht es denn mit dem schreiben aus?
wenn sie sich die entwickung der handschrift eines menschen ansehen, so werden sie erkennen dass es zumindest bis zum 10. lebensjahr braucht bis die motorik der hand entwickelt genug ist um den stift für eine sichere handschrift oder gar zum zeichnen zu führen.
wenn die kinder immer nur in die tastatur klopfen, werden die das wohl nie lernen
ich kenne das ding ned genau genug um zu wissen ob da nicht auch eine handschrifterkennung wie zb früher "graffiti" am palm enthalten ist
sinnvoll wäre es jedenfalls
und der sinn der kisten ist vernetztes lernen. ich kann mir das gut vorstellen, nur unsere lehrkörper eventuell ned so gut
vor allem finde ich es gut dass die lernunterlage ewig vorhanden ist (schulbuecher werden heutzutage am ende des jahres abgegeben) und der schueler jederzeit selbst im folgeschuljahr auf frühere basics zurückgreifen kann.
und das ohne 16kg schultasche
was ich heikel finde sind negative effekte fürs schreiben (ok, tut das wer von euch erwachsenen noch? ich kaum mehr) und für sehen.
stundenlang 10" ... des kann doch für die augen ned gut sein, oder?
zu meiner schulzeit waren die bücher noch gratis und ich habe viele davon heute noch in meiner bibliothek.
zum lesen müsste da unbedingt ein besseres display mit hoher auflösung her, also 17" und 1600 x 1200 oder soetwas.
bezüglich handschreiben, klar schreiben wir erwachsene das meiste mit der tastatur, aber ein paar zeilen auf einer glückwunschkarte, oder ein liebesbrief kommt halt immer noch besser in handschrift.
zumindest haben wir handschreiben in der jugend ausreichend praktiziert, und wie schwimmen oder radfahren verlernt man es nicht so leicht.
warum man schüler und lehrer miteinander über PC vernetzen soll, wenn die gemeinsam in einem raum sitzen und miteinander reden und einander ansehen können, ist mir nicht so klar
naja
gute frage
wie gesagt: in AT kommt es eh ned flächendeckend, zumindestens in wien nicht...
das vernetzen, weiss nicht
im prinzip erspart das vernetzen das austeilen und einsammeln von lehrmitteln.
es ermöglicht den lehrern die beurteilungen effizienter durchzuführen (geht dann automatisch bei mutiple choice zb)
es ermöglicht eine zielsicherere lernzielkontrolle (da gibts ned zwei gruppen bei schularbeiten sondern jeder hats eine eigene frage ...) da schummeln nimmer drin
es ermöglicht schuelern zu jeder zeit an jedem ort lernen zu koennen (das hat schon auch was find ich)
was ist schlecht daran tote zeiten (autofahrt, schulweg etc) einfach und rasch zum lernen nutzen zu koennen.
die auswertung von schularbeiten- würde natürlich für unsere "schwer überlasteten" volkschullehrer einfacher gehen.
es spricht nichts gegen lernen in der strassenbahn, aber das konnte ich mit einem schulbuch damals auch machen.
ein buch ist allerdings nach 10 jahren oder 20 jahren immer noch nutzbar. die PC- software und hardware wird innerhalb dieses zeitraums wohl nicht mehr brauchbar weil völiig veraltet sein.
der untericht selbst aber sollte meiner meinung nach ohnehin gemeinsam im klassenzimmer erfolgen und nicht als quasi tele-unterricht über internet, weil ja nicht nur lehrstoff vermittelt, sondern auch soziale- und kommunikative fähigkeiten entwickelt werden sollen.
der umgang mit computern ist überhaupt nicht mit lesen und schreiben gleichzusetzen. denn lesen und schreiben sind wichtige primäre kenntnisse, um mit anderen menschen kommunizieren zu können.
der computerumgang ist sekundär und muss nicht von klein auf gelernt werden. es ist kein nachteil, wenn man erst als jugentlicher mit computern in berührung kommt. im gegenteil: jede stunde, die ein kinde nicht vor dem pc sitzt, spielt es mit anderen kindern. und das ist tausendmal wertvoller.
Den Umgang mit dem PC den Grundfähigkeiten gleichzusetzen halte ich für sehr kühn ...
"Copy & Paste" und schon kann man "Intelligenz" vortäuschen ...
Die "powerpointisierung" greift ja wie eine Seuche um sich ...
Österreichische Schüler sind ganz gute Rechner aber schlechte Mathematiker - Aussage eines Schulinspektors; verfolgung vorgegebenener Wege blendend, selbst Wege finden: mangelhaft.
Ob da ein PC helfen kann?
Abgesehen von Erfahrungen von Lehrern in IT Klassen, Schulen wird der PC ja schon Quasi als "Fetisch" betrachtet, na hurra, wieviele Stehzeiten es alleine durch Systemabstürze, falsch afgesetzte Maschinen etc. gibt ... herfliche Zeiten, wo sich jetzt dann auch die VS Lehrer damit rumplagen können.
Danke, dass sie meinen Gedanken Kühnheit attestieren ;).
Ich bin allerdings wirklich davon überzeugt, dass der Umgang mit PC und Internet den Grundfähigkeiten gleichzusetzen ist:
"Copy & Paste" mit korrekter Zitierung ist schneller und effektiver und bringt meist auch bessere Texte hervor.
Powerpoint - richtig eingesetzt - unterstützt Wissensvermittlung.
Durch Rechner bleibt mehr Zeit für die Mathematik, diese kann auch besser visualisiert werden (wird jedoch kein Thema in der Grundschule sein).
Wir müssen davon wegkommen, den PC als Fetisch zu betrachten und ihn vielmehr als Werkzeug sehen. Ein sehr mächtiges und komplexes Werkzeug dessen Handhabung unsere Kinder nicht früh genug lernen können.
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