Bobby Byrd 1934–2007

17. September 2007, 18:07
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Der Soulmusiker, der einst James Brown aus dem Gefängnis holte, starb 73-jährig an Krebs

Loganville – Der Mann, der ihm einiges verdankt, Soulsänger James Brown, ist ihm schon vor einer Weile "vorausgegangen". Sänger Bobby Byrd hat ja Brown in den 1950er-Jahren erstens durch freundliche finanzielle Unterstützung aus dem Gefängnis geholt. Und zweitens war er als langjähriger Bandkollege maßgeblich an Browns Hit Get Up (I Feel Like Being A) Sex Machine beteiligt.

Byrd war zunächst Chef der Gruppe The Avons, zu der Brown Mitte der 1950er-Jahre stieß. The Avons wurden in The Flames und später in The Famous Flames umbenannt, aus denen später James Brown als Star hervorging. Byrd veröffentlichte aber auch unter eigenem Namen Platten. 1973 trennte er sich von Brown, schrieb reichweitenstarke Songs (etwa Hot Pants) und wurde im Laufe der Jahre von vielen Künstlern gecovert.

1996 erkrankte Byrd an Kehlkopfkrebs und kam wegen der Behandlungskosten in finanzielle Schwierigkeiten. Als Hilfe wurde ein Bobby Byrd Fund gegründet, der auch durch eine prominent besetzte Benefizveranstaltung unterstützt wurde. Seinen letzten Auftritt hatte Byrd 2006 bei der Beerdigung von James Brown. Bobby Byrd starb am Dienstag 73-jährig an den Folgen der Krebserkrankung. (toš /DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.09.2007)

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    Wichtig auch für James Brown: Bobby Byrd.

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