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Zahlreiche Rechtsextremisten begleiteten die Kundgebung gegen einen islamisch-türkischen Verein in Wien, FPÖ-Chef Strache, der ebenfalls anwesend war, sprach hingegen von "rechtschaffenen" Menschen.
Diese Szene, die sich während der Demonstration Donnerstagabend gegen den Ausbau eines islamischen Zentrums in Wien-Brigittenau abspielte, zeigt die Stimmung, die durch die Anwesenheit von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und zahlreichen Vertretern der rechtsextremen Szene noch aufgeheizt wurde.
Eine „neue Dimension“ des Auftretens rechter Gruppierungen wie der AFP (Arbeitsgemeinschaft für Politik) und der NVP (Nationale Volkspartei) konstatierte am Tag danach Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW). Problematisch sei vor allem, dass sich „Neonazi-Szene und FPÖ an die Spitze eines aufgehetzten Mobs“ stellten. Dass Demonstranten mit „Sturmwehr“-Shirts auftraten und Parolen wie „Hier marschiert der nationale Widerstand“ skandierten, ist für FP-Chef Strache kein Problem: „Bei einer freien Kundgebung ist es immer möglich, dass Vereine dazustoßen, die ihre Sache vertreten“, sagte er zum Standard. „Die Menschen haben sich rechtschaffen verhalten und sich nichts zu Schulden kommen lassen.“
„Es war unser primäres Ziel, einen klaglosen Ablauf zu gewähren“, erklärt Walter Nevoral, Einsatzleiter vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT). „National eingestellte Jugendliche“ seien eine „kleine Minderheit“ gewesen. Experten hätten Ermittlungen aufgenommen, um eventuelle Verstöße gegen das Verbotsgesetz zu prüfen. Bei den Gegendemonstranten seien 15 Personalien aufgenommen worden.
Am Freitag kritisierten SPÖ und Grüne erneut FPÖ und ÖVP, die beide zur Teilnahme an der Kundgebung aufgerufen hatten. Auch die Katholische Aktion der Wiener Erzdiözese sprach sich für den Ausbau des islamischen Zentrums als „Weg der weiteren Integration der muslimischen Mitbürger“ aus. Der türkisch-islamische Verein Atib, der das Kulturzentrum betreibt, kündigte einen „Tag der offenen Tür“ an, um der Bevölkerung ihre Ängste zu nehmen. Der Bezirksvorsteher der Brigit_tenau, Karl Lacina (SP), hat mit der Bürgerinitiative neuerliche Gespräche vereinbart.
Auch die Verhaftungen der drei Terrorverdächtigen sorgten Freitag weiter für Debatten: Strache sprach von der „Spitze eines gigantischen Eisbergs“, Grünen-Chef Alexander Van der Bellen warnte davor, Menschen moslemischen Glaubens „pauschal ins Terroreck“ zu rücken.
VP gegen Kopftuch
Hubert Pirker, ÖVP-Sicherheitssprecher im Europäischen Parlament, sieht „keinen Grund zur Hysterie“, verlangt aber die „Verhinderung von eindeutiger politischer Symbolsetzung durch Minarett und Kopftuch“. Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft zeigte sich „zutiefst bestürzt“ über die Aussage von Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, dass es tausende Al-Kaida-Sympathisanten unter den Muslimen gebe. (kri, rott/DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.9.2007)
auf der "anderen Seite" gibt's ja auch durchaus welche, die mit den Glatzen intellektuell auf "Augenhöhe" sind 3:- )
http://tinyurl.com/3aamde
"ich nehm dir dein Handy weg!" singt da einer. Unvorstellbar, die dummen Jungs kassieren alle Handys ein und die div. U-Bahnen wären plötzlich alle dummschwätzerbefreit! Eine alltagskulturelle Wohltat!
Leider halt unbeabsichtigt von diesen Fröschen die mit den Glatzen auf Augenhöhe sind.
... was seltsam anmutet ist aber schon der Umstand das die Menschen die in Ö. Minarette und Moscheen bauen wollen in Ihren Herkunftsländern genug davon haben.
Manche tun ja so als ob Muslime z.B. aus der Türkei flüchten weil es dort keine Religionsfreiheit gibt.
Religionsfreiheit soll dort aufhören wo sie anfängt andere Freiheiten einzuschränken.
muss ich diese logik verstehen?
diese moslems leben in österreich, einem land das sich rühmt westliche demokratie zu sein mitsamt den westlichen werten, die wir doch immer so hochhalten...
warum also sollten die moslems die gleichzeitig österreicher sind, bzw. hier für die österreichische gesellschaft ihren beitrag leisten, zum beten in irgend ein anderes land gehen?
religionsfreiheit hat genau dort anzusetzen, wo wir selbst sie für unsere eigene religion fordern. alles andere ist pure scheinheiligkeit und doppelmoral.
und sie haben auch recht dass diese freiheit genau dort endet, wo sie andere einschränkt. inwiefern eine moschee andere einschränkt ist mir jetzt nicht wirklich klar.
Quo vadis, "christliche" Volkspartei ?
Die ÖVP will Kopftücher verbieten und Minarette verbieten ?
Wie stehts mit Kirchtürmen, die überhaupt nicht MEINE Überzeugung versinnbildlichen ? Was tragen dann die armen Klosterschwestern und Bäuerinnen am Land ? Müssen Burschenschaften und CV Verbindungen in Zukunft ohne Deckel und Band unauffällig zu ihren Veranstaltungen schleichen ?
Wie stehts mit Andreas Kohl und anderen, welche den Gottbegriff und den christlichen Glauben in der Verfassung verankert wissen wollen ? Achso, das ist ja gar nicht politisch...
Die ÖVP ist auch nimmer, was Sie mal war.... naja, christlich (ich meine im wahrhaftigen Sinne) war sie ja eigentlich eh nicht, nur äußerlich....
Barbar könnte ihren Abriss fordern. Gäbe es gotische, barocke, Jugendstil-Minarette: für diese würde natürlich dasselbe gelten - nur gibt es diese nicht, denn sie sind nicht Teil der hiesigen Kultur, Tradition und Geschichte.
Neue Kirchen zu bauen ist allerdings tatsächlich überflüssig (ebenso wie Minarette) - und auch die Betonkirchtürme der modernen Industriehallenkirchen sind mir persönlich kein sehr großes Anliegen.
Khol ist politisch Geschichte und buchstäblich auf dem Altenteil. Würden die verschleierten "Damen" auch hinter Klostermauern leben, statt sich mitsamt ihrem Tüchern und Zelten Zugang zu den Ämtern, Schwimmbädern, Gerichtssälen usw. zu erkämpfen, würden sie mich persönlich weit weniger stören.
der rest ist überflüssig, wie die Sagrada Familia von gaudí (es fehlen noch 10 türme. warum noch weiter aufbauen? das ist überflüssig!) oder ich weiss nicht, die chapelle Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp von le corbusier. eine chapelle aus beton kann keinen künstlerischen wert haben.
aber wenn wir gotische und barocke (sic!!) minaretten hätten, das hätte ja einen wert.
das dachte auch kar V, als er die mossche von córdoba teilweise zerstörte, um ein kirchengebäude im plateresken stil aufzubauen. und wie hat er es später bedauert: "ich habe etwas erbaut, was es überall schon gibt, und dafür hab zerstört, was einmalig in der welt war."
Nur fehlt mir der Sinn, das Organ, die ästhetischen Qualitäten der Betonkirchen (anders als der Sagrada Familia) würdigen zu können (wie zB auch die Qualität von Techno, von Western oder von Fluxus), selbst wenn ich das Konzept intellektuell nachvollziehen und würdigen kann, deshalb sagte ich, auch, "mir persönlich kein Anliegen" (als diesbezüglich -leider- Blindem), es ist eine subjektive private Missfallensbekundung, kein echtes Werturteil. In einem anderen Posting schrieb ich, dass für viele triste Vorstädte eine M0schee eine echte architektonische Aufwertung bringen würde. Dass generell ein 1000 Jahre alter Bau schutzwürdiger ist als ein 10 Jahre alter, dürfte aber einleuchten.
von seiner form bzw. von seinem werkstoff und seinem alter abhängig zu machen ist ja ein sehr harter angriff gegen die kunst an sich.
ihnen fehlt nicht das organ, um atonale musik, abstrakte figuren in der malerei usw. einzuschätzen, ihnen felt das organ, um kunst im allgemeinen zu schätzen. (dazu trägt viel die bildung bei, aber auch eine innere fähigkeit.)
ihre meinungen über moderne gebäude sind deswegen so wenig ehrenwert wie über die alten.
das macht nix. kant konnte ästhetische werke wie kritik der urteilskraft ohne verständnis für kunst zu haben.
t.s. eliot schrieb sogar theaterstücke, dichtungen und hatte auch die gleichen schwierigkeiten.
Eine Dohle hatte dies mit angesehen, und da sie sich ebenso stark glaubte wie der Adler, flog sie auf einen Widder zu. Aber vergeblich bemühte sie sich, ihn fortzubringen, sie verwickelte sich in die Wolle und konnte nun auch nicht mehr davonfliegen.
Als der Hirte sie zappeln sah, haschte er sie, beschnitt ihr die Flügel und nahm sie seinen Kindern zum Spielzeug mit.
"Ei!" riefen hocherfreut die Knaben, "wie nennt man diesen Vogel?"
"Vor einer Stunde noch", antwortete der Vater, "hielt er sich für einen Adler, mußte aber bald einsehen, daß er nur eine elende Dohle ist."
Wage dich nicht an Dinge, die deine Kräfte übersteigen; es gibt sonst zum Schaden noch Spott....
weil sie etwas imitierte, die nicht von ihrem innere ausgang.
die lehre sollte lauten: wage dich nicht an dinge, die du nicht als eingene fühlen kannst.
wenn sie den widder jagen will, und dieser wille eine charakteristik ihrer existenz wäre, nicht den versuch zu wagen (obwohl der versuch das leben kostet) heisst tapferkeit.
seit ich ein kind war hasste immer die fabel, weil ich immer den eindruck gehabt habe, dass sie die wirklichkeit zu viel vereinfachen. ich denke, die giftigsten lehrstoffe sind die fabel.
nur wer nicht wagt, selbst zu denken, nuetzt sie immer aus, als ob sie ein stab oder sowas wären.
der adler stürzte sich herab schaffte es aber nicht das lamm fortzutragen - da fasste sich die dohle ein herz krallte sich in fell und wolle fest - und siehe sie schaffte das schier unmöglich - sie hob das lamm, trug es in ihr nest dort wurden lamm und dohlenkinder die besten spielkameraden...
die fabel wo das lamm zu fliegen begann wie der igel und der fuchs erzähl ich euch morgen abend...
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