Bedeutung von Vitamin D unterschätzt

14. September 2007, 17:11
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Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass Vitamin D auch vor Herzkreislauf- Erkrankungen, Infektionskrankheiten, Diabetes oder Krebserkrankungen schützt

Chicago - Immer mehr Studien belegen die herausragende Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit: Eine europäische Untersuchung ergab, dass Vitamin-D-Präparate die Sterblichkeit senken. Gleichzeitig kommen amerikanische Forscher zu dem Resultat, dass eine Unterversorgung im Frühstadium der Schwangerschaft das Risiko für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsgestose) drastisch erhöht.

Studienergebnisse

Die Übersichtsstudie der Internationalen Krebsforschungsagentur in Lyon kommt zu dem Ergebnis, dass eine gute Versorgung mit dem "Sonnenvitamin" generell die Mortalität senkt. Die Forscher werteten 18 Untersuchungen aus, die den Effekt von Ergänzungspräparaten prüften. In dem durchschnittlichen Zeitraum von rund sechs Jahren lag die Sterblichkeit jener Teilnehmer, die Vitamin-D-Präparate konsumierten, um sieben Prozent unter der Mortalität der übrigen Personen.

Standard in der Gesundheitsfürsorge

Erkennen, Vorbeugen und Behandeln von Vitamin-D-Mangel müsse zu einem Standard der Gesundheitsfürsorge zählen, kommentiert der Harvard-Mediziner Edward Giovannucci in der Zeitschrift "Archives of Internal Medicine".

Diese Ansicht wird auch von einer Untersuchung der Universität Pittsburgh bestätigt. Demnach steigert ein Vitamin-D-Mangel zu Beginn der Schwangerschaft erheblich das Risiko für eine spätere Präeklampsie. Diese häufige Ursache schwerer Komplikationen während der Schwangerschaft betrifft bis zu sieben Prozent der Frauen, die das erste Kind erwarten.

Komplikationen in der Schwangerschaft

Die US-Mediziner verglichen nun aus Blutproben die Vitamin-D-Werte von 55 Frauen, die eine Präeklampsie erlitten hatten, mit denen von 220 anderen Frauen ohne diese Komplikation. Geringe Vitamin-D-Werte in der Frühphase der Schwangerschaft steigerten das Präeklampsie-Risiko um das Fünffache. Aber auch schon geringfügig niedrigere Werte erhöhten die Gefahr um mehr als das Doppelte, wie das "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" berichtet. (APA/AP)

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