Holocaust: Spielzeug als Ausdruck des Überlebensinstinkts

25. September 2007, 18:47
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Die Wanderausstellung "No Child's Play - Kein Kinderspiel" der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird in Hartheim gezeigt

Linz - Nachdem die Wanderausstellung der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem "No Child's Play - Kein Kinderspiel" zu Jahresbeginn in Wien zu sehen war, wird sie von 21. September bis 25. Oktober im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim gezeigt. In Hartheim haben die Nazis zwischen 1940 und 1943 rund 30.000 als "lebensunwertes Leben" eingestufte Menschen ermordet.

Die Ausstellung erzählt die Schicksale einzelner Kinder und Familien in der Zeit des NS-Terrors. Sie thematisiert das Aufwachsen der Kinder in einer Zeit des Schreckens und der Verfolgung. Der Holocaust brachte ihre unbeschwerte Kindheit zu einem jähen Ende und der Kampf ums Überleben dominierte den Alltag. Armut, Angst und Verlust waren die ständigen Begleiter der Kinder, die im Ghetto lebten, sich auf der Flucht befanden oder in Verstecken verschanzten. Spielzeuge stellten für die Kinder oft den einzigen Halt dar, waren ein Ausdruck ihres Überlebensinstinkts und wurden für sie so wertvoll, dass sie ihre Besitzer oft bis ins hohe Alter begleiteten.

Hintergrund

Die Österreichischen Freunde von Yad VaShem unterstützen die Ziele der nationalen Gedenkstätte Yad VaShem in Israel. Diese 1953 in Jerusalem gegründete Stätte hat es sich zur Aufgabe gemacht, der sechs Millionen Juden zu gedenken, die im Holocaust ihr Leben verloren haben. Sie erinnert aber darüber hinaus auch an die Tapferkeit jüdischer Partisanen und Kämpfer in den Ghettoaufständen sowie an die Taten der "Gerechten unter den Völkern" - so werden Nichtjuden bezeichnet, die das Leben von Juden gerettet haben. (APA/red)

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    foto: yad vashem
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