Das grüne A und das schlechte rote G

17. September 2007, 07:56
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Eine Etikette zeigt Strom- und Wasserverbrauch auf einen Blick - Josef Vanicek von Forum Hausgeräte informiert über A++ und die Farbskala von rot bis grün

Wer beim Kauf auf die Energieeffizienzetikette achtet, kann langfristig viel Geld sparen und die Umwelt schonen. Im derStandard.at-Interview erklärt Josef Vanicek, Pressesprecher von Forum Hausgeräte, was es mit der farblichen und alphabetischen Klassifikation auf sich hat.

 

 

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derStandard.at: Was ist eine Energieeffizienzetikette?

Josef Vanicek: Die Energieeffizienzetikette gibt Aufschluss über den Energieverbrauch der Geräte. Beim Kauf eines neuen Gerätes zählt nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die langfristig anfallenden Kosten für Strom und Wasser. Mit Hilfe der Etikette sehen Konsumenten den Energieverbrauch auf einen Blick. Die Werte sind EU-weit genormt und erleichtern den Gerätevergleich. Daneben bietet die Energieverbrauchsetikette Informationen über Wasch- und Reinigungsleistung, Schleuderleistung und Trockenwirkung.

derStandard.at: Seit wann und für welche Geräte gibt es die Etikette?

Vanicek: Die Hausgerätehersteller waren die ersten, die flächendeckend eine genormte Energiekennzeichnung umsetzten. Kühl- und Gefriergeräte tragen bereits seit 1994, also seit 13 Jahren das "Energiepickerl". Waschmaschinen und Wäschetrockner folgten zwei Jahre später im Jahr 1996, Geschirrspüler 1998. Seit 2003 gibt es auch die Energieeffizienzetikette für Backrohre.

derStandard.at: Wie sieht die Kennzeichnung aus, was muss der Käufer dabei beachten?

Vanicek: Die Energieklassen von Hausgeräten sind in einem Farbbalken, von grün bis rot dargestellt. Das grüne A ist die beste Energieklasse, das rote G die schlechteste. Seit kurzem gibt es zusätzlich die Superenergiesparklassen A+ und A++.

Der Grund: Die technische Entwicklung beim Energiesparen war so erfolgreich, dass heute viele Geräte deutlich sparsamer als die beste Energieeffizienzklasse A sind. Das hat die EU bewegt, neue Bezeichnungen für Kühl- und Gefriergeräte einzuführen. Kühl- und Gefriergeräte dürfen ein A+ tragen, wenn Sie um ein Viertel besser sind als für Energieeffizienzklasse A notwendig. Geräte mit einem doppelten Plus, A++ sind sogar um 45 Prozent besser.

derStandard.at: Was kann man an der Energieeffizienzetikette nicht ablesen?

Vanicek: Sie gibt keinen Aufschluss über die Qualität des Hausgerätes. Bei der Kaufentscheidung für ein Hausgerät sollte daher nicht nur die Energieverbrauchsklasse entscheiden, sondern Leistung, Ausstattung, Lebensdauer und Verarbeitung des Gerätes, sowie die Serviceleistungen der Hersteller. Außerdem ist gerade bei Waschmaschinen die Spülwirkung ein wesentliches Auswahlkriterium. Denn diese Faktoren bestimmen letztendlich, ob die Benützer mit ihren neuen Hausgeräten zufrieden sind.

  • Josef Vanicek rät zum Blick auf die Energieverbrauchsetikette.
    foto: forum haushaltsgeräte

    Josef Vanicek rät zum Blick auf die Energieverbrauchsetikette.

  • Die Energieeffizienzetikette gibt Aufschluss über den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten.
    graphik: www.feel-well.at

    Die Energieeffizienzetikette gibt Aufschluss über den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten.

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