MTV-Awards: Preisregen für Timberlake

10. September 2007, 16:52
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Vier Awards für den Musiker, der MTV offen kritisierte - Ex-Männer von Pamela Anderson lieferten sich Prügelei - 50 Cent haarscharf an tödlichem Zwischenfall vorbeigeschrammt

Las Vegas - Bei der Verleihung der MTV Video Music Awards hat sie schon häufig für Aufsehen gesorgt: Britney Spears. IM Jahr 2000 strippte sie auf der Bühne, 2002 trat sie mit einer Riesenschlange auf und ein Jahr später machte sie mit ihrer Knutscherei mit Madonna von sich reden. Auch bei der 24. Vergabe der Musikvideopreise in Las Vegas wusste die 25-Jährige zu schockieren: Was die Veranstalter als "sehr großen und dramatischen Auftakt" angekündigt hatten, war allerdings ein lustloser, ungelenker Auftritt in Glitzer-BH, Hot-Pants und Stiefeln zu den Tönen ihres neuen Songs "Gimme More".

Allround-Verdienste in den Bereichen Musik, Mode, Schauspiel und Tanz

Ihr Ex-Freund Justin Timberlake machte weitaus bessere Figur: Insgesamt vier Auszeichnungen, darunter als bester männlicher Künstler des Jahres und für die Regie seines Videos "What Goes Around...Comes Around" bekam er verliehen und war damit der große Sieger des Abends. Timberlake konnte auch die Trophäe - den sogenannten "Moon Man", einen silbernen Astronauten auf einem Sockel - in der Kategorie "Quadruple Threat of the Year" entgegennehmen. Damit wurden erstmals die Allround-Verdienste eines Künstlers in den Bereichen Musik, Mode, Schauspiel und Tanz honoriert.

Kritik an MTV

Timberlake übte offene Kritik an dem Musiksender MTV. "Ich fordere MTV dazu auf, mehr Videos zu zeigen!", sagte der große Gewinner des Abends. Keiner wolle so viele Reality-Shows sehen.

Weitere Preise

Rihanna holte sich mit ihrem Hit "Umbrella" gleich zwei Trophäen für "Monster Single of the Year" und den begehrtesten Preis des Abends, für das beste Video. Shakira und Beyoncé wurden für ihre gemeinsame Aufnahme von "Beautiful Liar" für die "Most Earthshattering Collaboration" ausgezeichnet. Fergie gewann den Preis als beste Künstlerin des Jahres, Fall Out Boy wurde zur besten Gruppe gewählt. In der Kategorie "Bester Neuer Künstler" konnten sich die Gym Class Heroes unter anderem gegen Amy Winehouse und Carrie Underwood durchsetzen.

Die von drei auf zwei Stunden verkürzte und fetzigere Show sollte den sinkenden Einschaltquoten der vergangenen Jahre entgegenwirken: Live-Einblendungen aus Party- Suiten statt große Bühnenauftritte war das Motto. Kanye West, 50 Cent, die Foo Fighters und Justin Timberlake rockten in eigenen Räumen, umgeben von ihren Fans.

Und obwohl es in "Sin City" keine zu heißen Auftritte oder Einblicke gegeben hat, flogen hinter den Kulissen die Fetzen. Die seit Jahren verfeindeten Rocker Tommy Lee und Kid Rock, beides Ex-Ehemänner der "Baywatch"-Blondine Pamela Anderson, gingen während der Show mit Fäusten aufeinander los. Lee wurde prompt zum Ausgang eskortiert. Rapper Kanye West wetterte beim Rausgehen, er werde nie mehr zu der Preisverleihung erscheinen. Der fünffach nominierte Musiker war - wie schon im vergangenen Jahr - leer ausgegangen.

Beinahe tödlicher Zwischenfall

Eine brenzlige Situation entstand am Rande der Veranstaltung: Der Auftritt von Rap-Megastar 50 Cent ist haarscharf an einem tödlichen Zwischenfall vorbeigeschrammt. 50 Cent brach seinen Auftritt an einem Hotel-Pool am Samstagabend ab, als sich seine Bühne mitsamt ihren elektrischen Geräten gefährlich nahe dem Wasser zuneigte: "Zurück, oder ihr bekommt alle einen tödlichen Stromschlag", schrie er. Das Problem entstand, als 50 Cent eine Handvoll Dollar in die Luft warf und Fans ins Wasser sprangen, um das Geld aufzusammeln. Sie stützten sich auf die Bühne, die unter der Belastung in den Pool zu rutschen drohte. Als die Cash-Sammler nicht auf seine Warnung reagierten, verließ 50 Cent vorzeitig die Bühne. (APA/AP/dpa)

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    Justin Timberlake war mit vier Auszeichnungen, darunter als bester männlicher Künstler des Jahres und für die Regie seines Videos "What Goes Around...Comes Around" der der große Sieger des Abends.

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    Britney Spears bei ihrem Auftritt

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