SCO-Chef Darl McBride und sein Feldzug gegen Linux

20. September 2007, 11:43
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Auf den Namen Darl McBride ist weder die Linux-Gemeinschaft noch Novell besonders gut zu sprechen

Auf den Namen Darl McBride ist weder die Linux-Gemeinschaft noch Novell besonders gut zu sprechen. Kein Wunder, musste man sich doch die letzten Jahre und Monate mit diversen Rechtsstreits herumschlagen. McBride beanspruchte im Namen der SCO Group Gebühren von Linux-Benutzern, den Grund liefert eine angebliche Copyright-Verletzung.

Ohne Beweise

Laut McBride wurde Code von Unix geklaut und widerrechtlich in Linux integriert. SCO hatte Rechte an Unix 1995 von Novell gekauft. Beweise für seine Behauptungen legte er allerdings nie auf den Tisch. Im August musste SCO diesbezüglich eine herbe Niederlage einstecken. Ein Gericht entschied, dass die Rechte an Unix bei Novell liegen.

Menschlich

Im Gespräch mit der Online-Ausgabe des US-Magazins Wired rechtfertigt sich der Firmenchef und erklärt, warum SCO sehr wohl das Recht habe, Gebühren für Linux zu fordern.

"Ich denke jeder normale Mensch hätte an meiner Stelle das selbe getan"

McBride ist in der Gemeinschaft der Open-Source-Nutzer höchst unbeliebt und darüber ist er sich auch im Klaren. Das sei ihm allerdings egal. Der Firmenchef sieht seine Forderungen nicht als Angriff sondern Verteidigung: "Ich denke jeder normale Mensch hätte an meiner Stelle das selbe getan", sagte er gegenüber Wired.

"Es ist wie wenn man ein Buch ohne die Wörter kauft."

Im Vertrag zum Erwerb von Unix hieße es, dass SCO sämtliche Rechte an Unix-Versionen besäße. An einer anderen Stelle im Vertrag steht hingegen "ausgenommen Copyrights und Patente", was seiner Auffassung nach einfach keinen Sinn machen würde. "Es ist wie wenn man ein Buch ohne die Wörter kauft."

Angriff

Der SCO Group ging es in den vergangenen Jahren schon weitaus besser, immerhin sprangen in letzter Zeit zahlreiche Investoren ab und sorgten für einen schlechten Ruf der Firma. Trotzdem, so der SCO-Chef, würde es in den anderen Firmenbereichen keine Probleme geben. Man werde daher nicht aufhören zu kämpfen. (red)

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    foto: sco
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