Migranten als Chefs

Redaktion, 8. Oktober 2007, 17:56

Viele Geschäfte werden von Österreichern mit migrantischem Hintergrund geführt

Wien – Fast 16.000 Wiener Einzelunternehmer stammen nicht aus Österreich beziehungsweise haben eine ausländische Staatsbürgerschaft – und führen damit ein Drittel der Einzelunternehmen, wie eine von der Stadt und der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie des Instituts "L&R Sozialforschung" ergab.

Polen größte Gruppe

Dabei zeigte sich eine Konzentration auf die Sparten Gewerbe und Handwerk, Handel und den Bereich Information und Consulting, in denen jeweils ein Drittel der migrantischen Entrepreneure angemeldet sind. Während Unternehmer polnischer Herkunft, welche mit 29 Prozent die größte Gruppe ausmachen, vor allem im Baugewerbe tätig sind, sind Türken fast zur Hälfte im Handel aktiv.

Die meisten migrantischen Unternehmer haben ihre Geschäfte in den Bezirken 15, 16, 17 , 2 und 20. Vielfach arbeiten sie als Ein-Personen-Unternehmer: Die Beschäftigungsrate liegt im Schnitt bei 0,6 Mitarbeitern, jeder zweite Betrieb ist auf Familienangehörige angewiesen. Mittlerweile haben auch Wirtschaft und Politik das Potenzial der "ethnischen Ökonomien" für den Arbeitsmarkt entdeckt und mit Förderungen reagiert. (kri, DER STANDARD Printausgabe, 8./9.9.2007)

doc w
00
26.10.2007, 10:18

in einem ein-mann-betrieb ist es sehr einfach,chef zu sein. zählen sie doch betriebe auf mit mehr als 50 -100 angestellte,wo kein österreicher chef ist.derer gibt es viele - und es sind die "üblichen verdächtigen" nicht dabei.die stehen nämlich auf grund ihrer mangelnden qualifikation am fliessband oder hinter dem putzfetzen.

fabrikant
03
10.9.2007, 09:52
Die polnischen Spachtler-Betriebe...

...als Erfolg darzustellen ist ja wohl ein Witz.

fredi frindon
18

Ja und spätestens nach zwei Jahren übernimmt irgendein anderes Familienmitglied das Unternehmen. Buchhaltung ist so gut wie fast keine vorhanden und eine Finanzprüfung müssen diese Unternehmer in den ersten beiden Jahren auch nicht fürchten. Damit werden sehr viele Abgaben am Staat vorbei in die eigene Tasche gewirtschaftet (daher auch der zweijährige Wechsel). Würde das Finanzamt hier schneller die Prüfungen (z.B.: nach einem halben Jahr oder Jahr) gurchführen, wären viele dieser Einzelunternehmer nicht mehr so erfolgreich

Management Quatscher
06

Die sind genauswenig erfolgreich wie die zahlreichen Pimperl-Unternehmen österreichischer "Selbstständiger".

Man achte nur auf die Konkursstatistik und auf die Geschäftsführerhaftung in der Sozialversicherung. Lauter Pimperl-Unternehmen, die ihre Abgaben meist nicht abführen können (mangels Umsätze), manche wollen auch nicht, weil gleich in betrügerischer Absicht "gegründet" wird (hauptsächlich Baubranche)

Nicht eingerechnet sind jene Selbstständige die ihr "Unternehmen" nach ein paar Monaten (mangels Erfolg) ruhen lassen.

Dieser "unglaubliche" Gründerboom ist Schall und Rauch. Kaum wer kann davon leben und wenn dann mehr schlecht als recht.

i like it
00

ich hab im sommer in einem migranten-laden gearbeitet - es war super! und die leute waren alle total freundlich und nett. und ich habe auch einiges gelernt dabei. ich glaube auch, dass es eine gute vorbereitung auf später ist. irgendwann werde ich nämlich auch ein praktikum im ausland machen müssen.

Management Quatscher
07

Wieder einmal werden Scheinselbstständige, die sich mangels Alternativen gezwungenermaßen "selbstständig" machen als enorm erfolgreiche Unternehmer bezeichnet.

El Coyote
00
12.9.2007, 12:18
Welchen Status haben eigentlich die Standard - Zusteller ?

afrayspeed
00
22.10.2007, 11:06

werden mittels werkvertrag tätig.

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