Keine Operettenseligkeit

21. September 2007, 12:55
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Experimente mit der unterschiedlichen Herkunft der Tänzer: das Ensemble Neoba Danse bei den Tanztagen Bad Ischl

180 Jahre und kein bisschen leise, so präsentiert sich das Lehartheater in Bad Ischl. Schon lange ist es nicht mehr allein Schauplatz süßer Operettenseligkeit. Vom 6.-13. September wird die Bühne des Hauses nun Schauplatz der Tanztage Bad Ischl, an vier Abenden zeigen dort Tänzer aus verschiedenen Ländern Tanzkunst vom Barock bis in unsere Zeit.

Allen voran die Mitglieder der heimischen Truppe Neoba Danse, die mit der unterschiedlichen Herkunft seiner Mitglieder experimentiert und eine sehr eigene Ästhetik und Bewegungssprache umzusetzen vermag. Bei den Tanztagen stellen sie ihre neueste Produktion "Colori" vor, ein abstraktes Ballett zur Musik des "Klangfarbenmalers" Jean-Philippe Rameau, in dem sich Tanztechniken des Barock, des Modern Dance und des Chinesischen Tanzes vereinen.

Mit La Danza aus München gastiert ein Tanzensemble, das möglichst originalgetreu die Tänze des 15. bis 19. Jahrhunderts zur Aufführung bringt, exakt rekonstruiert. Im Angesicht der Aphrodite, so der Titel ihres Bühnenstücks, das barocke Gesellschaftstänze und Choreografien barocker Bühnenwerke zeigt. Für die kleinen Tanzfans gibt es eine eigene Kinderaufführung. (ecke / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.9.2007)

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    foto: neoba danse
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