Mittendrin statt nicht einmal dabei

6. September 2007, 22:53
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Baseball-Österreich versucht beim ersten Auftritt unter Europas Elite Fuß zu fassen - Die EM beginnt am Wochen­ende in Spanien

Am kommenden Wochenende startet in Barcelona die A-Pool Baseball-EM (7. bis 16. September). Mitten unter namhaften Nationen wie Gastgeber Spanien, Niederlande, Italien, Deutschland und Schweden findet man auch Österreich.

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Ab Samstag kämpfen die besten zwölf Nationen Europas um den Titel des Europameisters. Mittendrin ist diesmal auch das kleine Österreich, das sein Debüt im Konzert der Großen gibt. In der Gruppenphase trifft die Mannschaft auf Europameister Niederlande, Deutschland, Tschechien, Schweden und Kroatien. Parallel spielen in der Gruppe B Gastgeber Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Ukraine und Russland. Das Turnier dient ebenfalls als eine direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Das Team Austria stimmte sich mit zwei Siegen gegen eine Auswahl der besten Spieler der heimischen Bundesliga und gegen die starken Legionäre der ABL auf diese Herausforderung ein. Doch gegen die besten Mannschaften Europas wird man den Klassenerhalt wohl nicht schaffen, da nach einer Regeländerung, nur die ersten sechs Mannschaften im A-Pool bleiben. Doch angesichts der Gegner kann man aus heimischer Sicht zumindest auf gute Spiele auf höchstem Niveau hoffen.

David gegen Goliath

Gleich zu Beginn steht die National-Neun mit den Niederlanden einem fast übermächtiger Gegner gegenüber. Der Serien-Europameister konnte sich die letzten vier Titel in Folge und sechs in den letzten acht Bewerben sichern. Bei einem Einladungsturnier luden die Königlichen beim "Eneco World Port"-Turnier die besten Nationen ein, darunter die Vereinigten Staaten, Cuba, Japan und Taipei. Nach dieser perfekten Vorbereitung sollten die Topfavoriten exzellent auf dieses Turnier eingestimmt sein und unserem Nationalteam kaum Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg lassen.

Prestigeduell

Ein weiterer attraktiver Gegner heißt Deutschland. Unser nördlicher Nachbar konnte sich bei den German Open gegen hochkarätige Gegner auf dieses Ereignis vorbereiten und spielte unter anderem gegen die britische Auswahl sowie zwei amerikanische College-Teams. Bei der letzten Europameisterschaft konnten die Deutschen den vierten Platz belegen, dabei unterlag man Spanien mit 3:7. Die weiteren Kontrahenten der Österreicher sind Schweden, Kroatien und die tschechische Republik. Letztere konnten gemeinsam mit Frankreich beim "Good Luck Beijing"-Tunier in China auftrumpfen.

"Europas Elite testen"

Martin Langlois, Nationalteam-Manager aus Kanada, sieht der Europameisterschaft aus einem positiven Blickwinkel. Für ihn ist es ein guter Test, wie weit man von der europäischen Spitze entfernt ist und in welchen Bereichen man verstärkt weiterarbeiten muss, um wieder im A-Pool mitspielen zu können. (Joe)

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