Meinl-Logo: "Dienstbotenartig"

9. Oktober 2007, 13:14
192 Postings

Afrikaner üben Kritik

Wien – Die in jüngster Zeit massive Berichterstattung über den Meinl-Konzern habe Simon Inou von Afrikanet.info dazu veranlasst, das fiktive Logo "Mein Julius" wieder an Medien zu verschicken, erzählt er im Standard-Gespräch. Damit wurde bereits einmal, Anfang Juli 2007, vor dem Feinkostgeschäft Meinl am Graben demonstriert. Die afrikanische Community in Wien empfinde den "Meinl-Mohren" "schon seit Längerem" als beleidigend und rassistisch, sagt Inou. Unter anderem stoßen sich die Afrikaner am "dienstbotenartig gesenkten Haupt" vor einer "Kolonialwarenhandlung".

Erfunden wurde das Protest-Logo (das jetzt auf T-Shirts gedruckt wird), als eine Dokumentation über die "Fortschreibung rassistischer Klischees im Wiener Stadtraum" gedreht wurde, berichtet deren Regisseur Markus Wailand. Der Film werde 2008 im ORF ausgestrahlt. Mit Meinl wollen sowohl Inou wie auch Wailand weiterhin den Kontakt suchen. (szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 06.09.2007)

  • Artikelbild
    foto: standard/matthias cremer
Share if you care.