Mehr Öl und Gas aus Österreich

9. Oktober 2007, 14:28
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2006 ist in Österreich etwas mehr Öl und Gas gefördert worden als im Jahr davor, der Großteil davon von der OMV

Wien - 2006 ist in Österreich etwas mehr Öl und Gas gefördert worden als im Jahr davor. Die Gesamtförderung an Erdöl inklusive Natural Gas Liquids (NGL) stieg entgegen dem langjährigen Trend um 1,2 Prozent oder 12.000 Tonnen auf 944.641 t. Die Erdölförderung im engeren Sinn (ohne NGL) belief sich auf 856.274 t (+0,2 Prozent). Die heimische Erdgasförderung (samt Erdölgas) wuchs um 11,1 Prozent oder 182 Mio. Kubikmeter auf 1,819 Mrd. m3, geht aus dem Jahresbericht des Fachverband der Mineralölindustrie hervor.

RAG steigert Volumen

Von der Rohölförderung im engeren Sinn entfielen 90,2 Prozent oder 772.300 t auf die OMV, deren Inlandsproduktion damit um 0,9 Prozent zurückging. Die RAG steigerte ihr Volumen um 11,6 Prozent auf 83.974 t und bestritt damit einen Anteil von 9,8 Prozent, heißt es im nun vorliegenden Bericht. Die als gewinnbar geltenden sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven (inkl. NGL) in Österreich hat die Geologische Bundesanstalt in Kooperation mit OMV und RAG für Ende 2006 auf 13,8 Mio. t geschätzt, um über 2 Mio. t mehr als für 2005.

Bei der um 11,1 Prozent erhöhten Erdgasförderung in Österreich - 2005 war sie noch um 16,6 Prozent zurückgegangen - bestritt im Vorjahr 69 Prozent oder 1,248 Mrd. m3 (+4,2 Prozent) die OMV und die restlichen 31 Prozent oder 571,1 Mio. m3 (+30,1 Prozent) die RAG. Von der Gesamtmenge entfielen 1,566 (1,306) Mrd. m3 auf Erdgas und 253,4 (330,7) Mio. m3 auf Erdölgas. Die gewinnbaren sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven in Österreich wurden für Ende 2006 auf 40,8 Mrd. m3 eingestuft, um 9 Mrd. m3 mehr als zum Ultimo 2005.

RAG-Ergebnis

Die Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG), die jetzt zu 50,05 Prozent der EVN gehört (davor 37,5 Prozent), hat im Vorjahr bei Umsatz und Gewinn stark zugelegt. Die Umsatzerlöse kletterten kräftig um 47,0 Prozent auf 369,5 Mio. Euro, geht aus der Bilanz hervor. Das Betriebsergebnis wuchs um 33,6 Prozent auf 116,2 Mio. Euro, und das EGT legte um 35,6 Prozent auf 120,1 Mio. Euro zu. Nach 31,4 (21,8) Mio. Euro Steuern vom Einkommen verblieben 88,7 (66,8) Mio. Euro Jahresüberschuss, eine Verbesserung um 32,8 Prozent. Nach Rücklagenbewegung verblieben 89,6 (67,8) Mio. Euro Bilanzgewinn, ein Anstieg um 32,2 Prozent. (APA)

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