Keine Spur von Steve Fossett

10. September 2007, 14:12
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Abenteurer nach Soloflug weiter vermisst - Behörden liegt kein Flugplan des 63-Jährigen vor

San Francisco - Trotz einer großangelegten Suchaktion mit Helikoptern, Flugzeugen und 650 Rettungskräften gab es auch am Mittwoch keine Spur von dem seit Montag verschollenen Flug-Abenteurer Steve Fossett.

Kein waghalsiger Pilkot

Obwohl die Suchteams bei abflauenden Winden in dem Berg- und Wüstengebiet im US-Staat Nevada tiefer über dem Boden fliegen und auch schwer zugängliche Gebiete abzusuchen konnten, blieb der 63-Jährige verschwunden. "Wir sind weiterhin sehr optimistisch, ihn lebend zu finden", sagte Rettungsdienstleiter Gary Derks nach Angaben der "Los Angeles Times". "Er hat sich bereits als Überlebenskünstler erwiesen, und zudem ist er kein waghalsiger Pilot".

Großes Gebiet

Es könne aber bis zu einer Woche dauern, das mehr als 1500 Quadratkilometer große Areal, in dem Fosset vermutet wird, genau abzusuchen, berichtete CNN. Im Einsatz ist unter anderem ein Spezialflugzeug mit modernsten Messinstrumenten und Kameras, mit denen auch kleine Objekte in dem steinigen Gelände geortet werden können. Einige Hinweise, denen man nachgegangen sei, hätten sich aber als falsch erwiesen, teilte die Einsatzleitung mit.

Möglicherweise verletzt

Er sei "durchaus besorgt", sagte Richard Branson, ein Freund Fossetts und Gründer der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic. Möglicherweise sei der vielfache Weltrekordler verletzt, sonst hätte er bestimmt einen Notruf abgegeben.

KEin Flugplan

Der 63-Jährige war am Montag mit seinem einmotorigen Kleinflugzeug in der Wüste von Nevada zu einem Rundflug gestartet, um eine geeignete Piste für eine neuerliche Bestmarke auszuspähen. Fossett plante, im November den seit 1997 gültigen Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge zu brechen. Der Pilot hatte genügend Treibstoff für einen drei- bis vierstündigen Flug dabei. An Bord des Flugzeugs soll sich auch Wasser, Proviant und ein Notruf-Signalgerät befinden. Behörden liegt kein Flugplan des 63-Jährigen vor. Sechs Stunden nach seinem Abflug verständigten Freunde die Polizei.

Mit einem dramatischen Flug rund um den Globus hatte Fossett im Februar 2006 den Strecken-Weltrekord für Non-Stop-Flüge gebrochen. Mit dem Leichtflugzeug "GlobalFlyer" flog er nach seinem Start in Florida einmal rund um die Erde und zwei Mal über den Atlantik. Für Fossett war dies der 110. Weltrekord in fünf verschiedenen Disziplinen. So hatte er 2002 die erste Solo-Nonstop-Umrundung der Erde in einem Ballon geschafft. 2005 flog er dann mit "GlobalFlyer" als erster Mensch auch allein in einem Motorflugzeug ohne Zwischenstopp rund um die Erde. (APA/dpa)

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