Schöps kleidet sich neu ein

11. Oktober 2007, 16:02
1 Posting

Der Auftritt der Textilhandelskette soll sich kräftig ändern, Designer Stefano Valori sorgt für neuen Schwung in der Kollektion

Wien - Der Vorstandsvorsitzende der österreichischen Textilhandelskette Schöps, Wolfgang Neubert ist "angetreten, den Schöps neu zu erfinden", sagte er bei der Präsentation der ersten Kollektion unter dem neuen Designer Stefano Valori am Dienstagnachmittag in Wien.

Kernpunkte der traditionsreichen Kette, wie Qualität, Preis-Leistungsverhältnis und Service sollen beibehalten werden. Der Auftritt nach außen soll sich in den nächsten Monaten aber kräftig verändern. Den ersten Schritt machte Schöps mit der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion.

Italienische Mode

Fashion-Director Stefano Valori, zuvor Produktmanager für Versatile by Versace und Alessandro dell'Acqua setzt auf "hochwertige Materialien wie 100 Prozent Kaschmir und Angora ziehen". "Mein Credo ist, dass die Kundin in unseren Shops ein komplettes Outfit findet, von der Tages- über die Business- bis zur Abendmode, dazu passende Handtaschen und andere Accessoires." Das bereinigte Sortiment erstreckt sich weiters auf Damenmode in größeren Größen und Kinderbekleidung. Die Einstiegspreise sind nach Angaben der Firmenleitung faktisch gleichgeblieben. Zu den noch immer sehr erschwinglichen Basic-Teilen der Kollektionen sollen mehrmals pro Jahr leicht höherpreisige Trendstücke dazukommen.

Standortbereinigung

Von den bestehenden Standorten in Österreich sollen etwa 20, deren Lage als nicht optimal eingeschätzt wird und die derzeit als Diskonter genützt werden, sukzessive zusperren - "nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht übermorgen", sagte Neubert. Im Gegenzug sollen einige neue Shops in gut gehenden Einkaufszentren und City-Lagen aufsperren. Gesucht werde etwa ein passender Standort in Innsbruck. Am Ende sollen es 80 bis 90 Geschäfte sein. "Wir sind jetzt noch in der Konsolidierungs- und Komprimierungsphase, nächstes Jahr folgt der Ausbau", der auch auf Länder in Ost- und Südosteuropa, wie Rumänien und Bulgarien, abziele, so Neubert. (APA)

  • Artikelbild
    foto: standard/cremer
Share if you care.