Das tut wohl!

5. September 2007, 17:00
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Diana mit Menthol, das altbewährte Hausmittel zum Einreiben und Gurgeln, wird heuer 110 Jahre alt

Eine Frau mit Pfeil und Bogen: das Bild, das die Verpackungen der Diana-Produkte seit ihren Anfängen ziert, ist wohl allen bekannt. Dass es sich dabei um die römische Jagdgöttin handelt, schon weniger. Sie bringe "die Naturverbundenheit und Vitalität der Marke zum Ausdruck", erklärt Katja Abele, Marketing-Managerin bei SSL-Österreich auf Nachfrage. Die mystisch-mythologische Namensgeberin garantiere Symbolkraft und blitzartiges Assoziieren mit Franzbranntwein zugleich.

1897 wurde die erste Flasche Diana-Franzbranntwein mit Menthol hergestellt, die sich im Laufe der Zeit zu einer Kultmarke entwickelt hat, die in beinahe jeder Hausapotheke zu finden ist.

Wie es begonnen hat

Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts Menthol aus Fernost nach Europa gekommen war, wurde es bald für seine pharmazeutische und kühlende Wirkung bekannt. Genauso wurde Franzbranntwein in den europäischen Hausapotheken sehr geschätzt; als Heilmittel wurde er vor allem zum Einreiben und Gurgeln verwendet. Bis ein ungarischer Apothekenbesitzer - seine Apotheke hieß "Diana" - auf die Idee kam, Franzbranntwein mit Mentholzusatz herzustellen. Damit war die Marke "Diana" kreiert, die sich bis heute in seiner Rezeptur im Wesentlichen nicht verändert hat.

Und wie es weiterging

In der Anfangszeit wurde Diana-Franzbranntwein nicht - wie damals üblich - offen verkauft, sondern in kleine Flaschen abgefüllt und mit einerm Etikett versehen. Der zu dieser Zeit sicherlich auffällig starke Reklameaufwand mit Inseraten hat dazu geführt, dass der ungarische Markt binnen kurzer Zeit erobert war und somit auch der österreichische Markt angestrebt wurde. Bereits 1915 erhielt das heimische Diana-Produkt ein Patent und zählt somit zu den ältesten rechtlich geschützten Packungen in Österreich.

Während des Zweiten Weltkrieges musste die Produktion zwar kurzfristig eingestellt werden, aber 1948 kam Diana erneut auf den Markt, unterstützt durch intensive Werbung. Auf diese Weise erreichte das Hausmittel noch vor dem Zweiten Weltkrieg einen Marktanteil von 60 Prozent. Dieser Erfolgkurs begründet sich wahrscheinlich auch durch Kontinuität der Werbestrategie: Immer wieder wurden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Franzbranntweines aufgezeigt und mit Hilfe von Testimonials wie beispielsweise Luis Trenker gelang es, die Marke als traditionelles, natürliches und wirksames Hausmittel zu positionieren. Der Slogan "Diana mit Menthol - das tut wohl!" tat schließlich das Übrige, um die Marke seit Jahrzehnten in den Köpfen der KonsumentInnen zu verankern. (red)

  • Diana in den Anfängen ...
    foto: ssl healthcare

    Diana in den Anfängen ...

  • Diana als Vorreiter in der Werbung ...
    foto: ssl healthcare

    Diana als Vorreiter in der Werbung ...

  • Und Diana heute mit breiter Produktpalette
    foto: ssl healthcare

    Und Diana heute mit breiter Produktpalette

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