Hochschule mit "Schul-Charakter"

15. Oktober 2007, 16:13
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Praxisnähe und lernintensive Kleingruppen werden von FachhochschülerInnen geschätzt

Nicole Jandl schätzt an ihrem Studium vor allem die Praxisnähe. Die 23-jährige Niederösterreicherin absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Obdachloseneinrichtung in Linz, bevor sie nach Wien kam, um am FH-Campus in Wien-Favoriten Sozialarbeit zu studieren. "Die Kombination aus dem Kontakt mit Sozialarbeitern und dem breit gefächerten wissenschaftlichen Arbeiten" ist für sie besonders spannend. Zudem gebe es eine gute Vernetzung unter den Studierenden. Das kompakte Studium und den praktisch garantierten Abschluss findet die FH-Studentin ebenfalls praktisch. Weniger angetan ist sie davon, dass "die Selbstständigkeit nicht gerade gefördert wird", zudem habe das Studium zum Teil "Schul-Charakter".

Kleingruppen

Michael Forsthuber hat es nicht weit zur FH Joanneum, wohnt er doch in der so genannten Green Box, dem Studentenheim direkt am Campus-Gelände in Graz Eggenberg, die einen Steinwurf vom roten Gebäude entfernt ist, wo sich sein Studiengang Luftfahrt/Aviation befindet. Der 22-Jährige studiert im fünften Semester, wobei der Übergang von Semester zu Semester fließend sein dürfte – der Standard hat ihn im Ferienmonat August dort angetroffen. "Die Fachrichtung ist super, österreichweit gibt es Aviation nur in Graz", sagt der gebürtige Salzburger. Am arbeitsintensiven FH-Studium gefällt ihm, dass in Kleingruppen gelernt und an Projekten für Firmen gearbeitet wird. Sein Interesse gilt der Flugsimulation. (hei/mil DER STANDARD-Printausgabe, 30. August 2007)

  • Nicole Jandl (23) studiert Sozialarbeit in Wien.
    foto: privat

    Nicole Jandl (23) studiert Sozialarbeit in Wien.

  • Michael Forsthuber (22) studiert Aviation in Graz.
    foto: forsthuber

    Michael Forsthuber (22) studiert Aviation in Graz.

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