Hohle Antwort einer Beauty Queen macht elf Millionen Zugriffe pro Woche

22. Jänner 2008, 10:17
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Video zeigt erneut das enorme Potenzial von Videoplattformen - Der aktive User als Chance für die Medienbetreiber

Welch enorme Nutzermassen Online-Videoportale wie Youtube bewegen und an sich reißen können, beweist erneut ein amüsant-zynisches Beispiel aus den USA. Die Frage, weshalb ein großer Teil der US-Bürger die USA auf einer Landkarte nicht identifizieren können, wurde der Kandidatin aus South Carolina bei der Wahl zur Miss Teen USA 2007 zum Verhängnis.

Mittlerweile taucht der Ausschnitt in diversen Beiträgen auf sämtlichen Plattformen auf. Allein bei Youtube ist der Clip vier Mal unter den sechs meist gesehenen Einsendungen der Woche. Über 11 Millionen Mal wurde er bereits angesehen.

Unterdessen kursieren schon zahlreiche Persiflagen auf die junge Schönheitskönigin im Internet und erfreuen sich regen Interesses.

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Doch bei allem Charme dieser und ähnlicher Videobeiträge zeigen die Chartstürmer welches Potenzial hinter den Videoportalen steckt. Lässt man die Klicks kurzerhand bei Seite und stellt das Wort Quote in den Raum, so übertrifft Youtube etwa in seinen Nutzerzahlen nicht mehr nur lokale Fernsehsender, sondern misst sich bereits mit den großen Medienkonzernen. 10 Prozent der gesamten Internetbandbreite wird für sich beansprucht.

Dabei ist der User im Gegensatz zum Zapper auch attraktiver für die Werbebranche. Anstatt sich berieseln zu lassen, greift er aktiv nach Inhalten und lässt sich sodann auch direkt umwerben. Google hatte erst kürzlich verkündet Werbeeinblendungen in Youtube-Videos schalten zu wollen, um das Projekt profitabel zu machen.

Chance?

Schossen einige Content-Provider aus Reflex noch mit Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen aus der Hüfte, haben manche von ihnen - darunter Musikkonzerne wie EMI - die Chance erkannt und Kooperationen erwirkt. Dennoch sieht sich Google als Inhaber von Youtube immer noch mit Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe konfrontiert. Es muss sich demnach noch zeigen, ob beide Seiten - Internetkonzerne und Medienbetreiber - mit geteilten Werbeeinnahmen künftig in partnerschaftlicher Koexistenz werden leben können. (zw)

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Update: Auf die Bitte mehrer Leser hat der sehr geehrte User "Anton Huber" die leicht verwirrenden Sätze transkribiert:

"i personally believe that that us americans are unable to do so, because some people out there in our nation dont have maps and i believe that our education like such as in south africa and as iraq everywhere like such as and i belive, that they should our education over here in the us, should help the us, eh should help south africa and should help the iraq and the asian countries. so we will be able to build up our future for"

Vielen Dank von Seiten der Redaktion :-)

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