Kurzparken: Der Schein ist teurer

22. April 2008, 20:00
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Zwei Ausnahmen wird es allerdings auch weiterhin geben - mit Grafik

Wien – Das Parken in Wien ist teurer geworden: Ab diesen Samstag, 1. September, kosten die Kurzparkscheine um 50 Prozent mehr; jener für eine Stunde also 1,20 Euro statt bisher 0,80 Euro. Auch der Preis für das Anrainer-Parkpickerl wurde angehoben. Die flächendeckenden Kurzparkzonen gelten überdies länger, nämlich einheitlich bis 22 Uhr – mit Sonderregelungen für den 15. Bezirk und für Geschäftsstraßen. In der Übergangsfrist der ersten zwei Wochen soll noch Kulanz geübt werden – sofern die "Parksheriffs" gnädig gestimmt sind.

930.000 Scheine

Die Wiener Linien als Distributor haben bereits hunderttausende der neuen Parkscheine an Trafikanten und andere Weiterverkäufer verteilt. Insgesamt wurden mehr als 930.000 Scheine für 30 Minuten, 728.000 für eine Stunde und 594.000 für 90 Minuten in Umlauf gebracht. "Damit sollte man eine Weile parken können", so ein Sprecher der Wiener Linien. Seit diesen Samstag sind die Scheine auch in einigen Fahrscheinautomaten in den U-Bahn-Stationen erhältlich.

Die alten Parkscheine sind nunmehr nicht mehr gültig. Sie können – nach Bezahlung des Aufpreises – umgetauscht werden; ab 3. September bei den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien, den Stadtkassen in den Bezirksämtern sowie bei ÖAMTC und ARBÖ. Beim Handy-Parken werden die Guthaben übrigens automatisch umgerechnet: Wer beispielsweise bis 31. August einen Wert für zwölf Stunden geladen hatte, hat ab Samstag nur noch acht Stunden Guthaben stehen.

In den ersten beiden Wochen sei Kulanz der "Parksheriffs" bei irrtümlicher Verwendung alter Scheine oder beim Übersehen der neuen Zeiten noch möglich, heißt es im Rathaus – einen Anspruch darauf gebe es allerdings nicht. Die flächendeckenden Kurzparkzonen in den Bezirken 1 bis 9 und 20 gelten nun einheitlich von Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr. Die maximale Parkdauer ohne das für den jeweiligen Wohnbezirk gültige Parkpickerl beträgt nun zwei Stunden. Eine Sonderregelung gibt es allerdings noch für das Gebiet rund um die Stadthalle im 15. Bezirk. Dort gilt die Zone täglich von 18 bis 23 Uhr (ausgenommen Juli und August), außerdem wird sie bis zur Johnstraße ausgeweitet.

Parkzeiten

In 17 Geschäftsstraßen gelten wie bisher eigene Parkzeiten, die den jeweiligen Schildern zu entnehmen sind. Das bedeutet, dass etwa auf der Mariahilfer Straße nach 18 Uhr weiterhin gratis geparkt werden kann. Parkpickerl-Besitzer brauchen für Geschäftsstraßen im eigenen Bezirk generell nichts zahlen, müssen aber eine Parkuhr verwenden.

Das Pickerl selbst kostet künftig 135 statt 105 Euro pro Jahr. Dazu kommen noch 13,20 Euro Eingabegebühr und 44,69 Euro Verwaltungsabgabe – in Summe also 192,89 Euro. Für die Zone im 15. Bezirk kostet das Jahrespickerl 118,49 Euro. (APA, red, DER STANDARD Printausgabe, 1./2.9.2007)

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