Satellitenbilder dokumentieren die Waldbrände in Südeuropa

11. September 2007, 12:17
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Europäische Weltraumorganisation ESA veröffentlicht Bilder auf ihren Webseiten - Feueratlas zeigt Brände weltweit

Seit Tagen wüten Waldbrände in Südeuropa. Großfeuer haben besonders Griechenland weiter fest im Griff und forderten zahlreiche Opfer. Mehr als 3.000 Personen sind obdachlos.

Während internationale Löschtrupps gegen die Brände in Griechenland ankämpfen, lassen sich die Ausmaße der Katastrophe nun auch vom Weltall aus verfolgen. Wie neuestes Bildmaterial der ESA-Satelliten Envisat und ERS-2 zeigt, sind die Rauchschwaden über das Meer hinweg bis in die Sahara gezogen. Über die Auswertung thermischer Daten der Erdoberfläche kann die europäische Weltraumorganisation ESA auch eine aktuelle Brandherd-Übersicht liefern, in der auch kleinste Feuerausbrüche erfasst sind. Das Problem dabei: Da die eingesetzten Forschungssatelliten polarumlaufend um die Erde kreisen und diese sich unter ihnen weiterdreht, kann dieselbe Region nur alle drei Tage abgelichtet werden.

"In der Zwischenzeit ist die Qualmwolke bis in die Sahara getrieben worden"

"Mithilfe der Satellitenbilder konnten wir den Ausbruch der Brände vor einigen Tagen genau lokalisieren. In der Zwischenzeit ist die Qualmwolke bis in die Sahara getrieben worden", so Frank-Jürgen Diekmann, Spacecraft Operations Manager und Leiter des Envisat Kontrollteams, im Gespräch mit pressetext.

Die aufgezeichneten Daten, die neben dem visuellen Material eine Vielzahl an unterschiedlichen Messreihen umfassen, liefern wertvolle Rückschlüsse auf die mittel- und langfristige Entwicklung derartiger Naturkatastrophen.

Die Satelliten können auch die Temperatur am Erdboden messen. Eine Temperatur über 38,85ºC wird als Brand klassifiziert. Sie werden im sogenannten Feueratlas dokumentiert. (red/pte)

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